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Alexanderplatz: Wurde hier ein junger Mensch von Polizisten misshandelt?

Auf dem Alexanderplatz im Herzen Berlins sorgt eine Polizeiwache für Ordnung. Jetzt wurden unfassbare Vorwürfe laut.

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Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Was ist da passiert vor gut zwei Jahren im Herzen Berlins? Der Alexanderplatz liegt mitten im Zentrum Ost der Hauptstadt. Hier führen drei U- und mehrere S-Bahnlinien zusammen, gerade an den Wochenenden treffen sich dort viele Menschen. Genau an diesem Ort soll es im Juni 2021 zu einem unerhörten Vorfall gekommen sein.

Ein damals 21-Jähriger habe demnach sein Portemonnaie bei der Polizeistation als gestohlen melden wollen. Was in der Wache mitten auf dem Alexanderplatz dann geschehen sein soll, darüber gibt es grundverschiedene Berichte. Jetzt wurde gegen vier Polizisten Anklage erhoben.

Eine Gewalttat mitten auf dem Alexanderplatz?

Ein heute 35-jähriger Beamter soll den jungen Mann mit einem Schlag niedergestreckt haben und ihn weiter angegangen sein. Die Misshandlungen hätten seine drei Kollegen geschehen lassen und sich damit mitschuldig gemacht. Davon geht die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage aus.

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Das mutmaßliche Opfer sei zwischenzeitlich sogar bewusstlos geworden. Doch auch das habe die Polizisten nicht dazu gebracht, von ihm abzulassen. Ob die Anklage zugelassen wird, entscheidet nun das Landgericht Berlin. Ob und wann es zu einer Verhandlung kommt, ist noch unklar.

Es stehen noch weitere Vorwürfe im Raum

Neben den Misshandlungen soll es in der Wache auf dem Alexanderplatz im Juni 2021 noch zu weiteren Vergehen gekommen sein. Demnach sei dem jungen Mann ohne sein Einverständnis Blut abgenommen worden. Eine rechtliche Grundlage dafür habe es nicht gegeben.



Die Vorwürfe, die im Raum stehen wiegen schwer: Die Männer im Alter zwischen 26 und 35 Jahren werden der gemeinschaftlichen Körperverletzung im Amt, der Verfolgung Unschuldiger sowie der Nötigung im Amt und der Freiheitsberaubung bezichtigt. Die Rekonstruktion der Ereignisse wird die Justiz wohl noch eine Weile beschäftigen.