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Berlin: Wegen IT-Chaos – kommt es jetzt zu einer Sammelklage?

Bei einem großen deutschen Unternehmen gab es in der Vergangenheit nicht nur in Berlin eklatante Probleme mit der IT. Hat das jetzt ein Nachspiel?

Berlin
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Berlin muss die Wahl wiederholen - das steckt dahinter

Am 11. Februar 2024 finden die Teilnachwahlen der Dreifachwahl von 2021 statt. Aber wieso kommt es zu der Wahl wiederholung?

Nahezu alle Unternehmen in Berlin und ganz Deutschland sind mittlerweile digitalisiert. Neue Technik bringt natürlich Vorteile und Arbeitserleichterungen mit sich, aber bei Problemen kann es schnell ganz düster werden.

Das erleben seit Monaten auch die Kunden einer bekannten Bank, die im absoluten IT-Chaos versinkt. Im schlimmsten Fall muss diese bald mit einer Sammelklage rechnen.

Berlin: Bei der Postbank geht es drunter und drüber

Bereits im November berichtete BERLIN LIVE davon, dass bis Mitte 2026 viele Postbank-Filialen in ganz Deutschland geschlossen werden. Das hängt in allererster Linie damit zusammen, dass die Bank sich zu einer „Mobile-First-Bank“ weiterentwickeln möchte, die die Online-Angebote priorisiert. Bei solchen Plänen sollte die IT des Unternehmens natürlich reibungslos funktionieren – sollte man zumindest meinen.


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Doch das Gegenteil ist der Fall. Als die Deutsche Bank 2023 Kundendaten ihres Tochterunternehmens Postbank auf die eigene IT-Plattform ziehen wollte, ging das mächtig schief. In der Folge hatten einige Kunden mit Problemen zu kämpfen, bei denen sie beispielsweise nicht auf ihr Konto zugreifen konnten, Kredite nicht rechtzeitig ausgezahlt wurden oder das Verbuchen von Tilgungen ausblieb. Es ging also drunter und drüber.

Noch kein Licht am Ende des Tunnels

Wer nun gedacht hat, dass mittlerweile alle Hindernisse beseitigt wurden, der irrt. Denn die Verantwortlichen haben weiter mit diesem IT-Tohuwabohu zu kämpfen. „Die Abarbeitung der verbleibenden Rückstände ist komplex und nimmt in Teilen mehr Zeit in Anspruch“, verkündete deshalb ein Sprecher der Deutschen Bank gegenüber dem „Tagesspiegel“.

Und damit nicht genug. Obwohl die Postbank seit Dezember ein Entschädigungsverfahren im Internet anbietet, könnte es für das Unternehmen noch dicker kommen. Der „Bundesverband der Verbraucherzentralen“ (VZBV) prüft nämlich derzeit, ob eine Sammelklage möglich ist. Daher bittet der VZBV darum, dass sich Geschädigte melden und ihren Sachverhalt erklären.

„Wir haben in Gesprächen mit der Deutschen Bank mehrfach darauf hingewiesen, dass mit Blick auf die Schwere und Dauer der Probleme auch eine Entschädigung für nicht beziffer- oder belegbare Schäden erfolgen muss“, meint Wolfgang Schuldzinski, der Chef der Verbraucherzentrale NRW, zu dieser Thematik.


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Auf die Postbank kann in naher Zukunft also noch so einiges zukommen. Es bleibt zu hoffen, dass sich ein solches IT-Desaster nicht wiederholt.