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Berlin: Nach Feuerdrama ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung

Nach dem Brand in Berlin-Kreuzberg mit zwei Todesopfern ermittelt die Polizei nun wegen schwerer Brandstiftung.

Berlin Feuerwehr Feuer
© Jana Wengert/BERLIN LIVE

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Am späten Freitagnachmittag stand plötzlich eine Rauchsäule über Kreuzbergs Nord-Westen. In einem Hochhaus war in einer Wohnung im 12. Stock ein Feuer ausgebrochen. Zwei Personen – eine 22 Jahre alte Frau und ein 45 Jahre alter Mann – sprangen vom Balkon, um den Flammen zu entkommen. Dabei zogen sie sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Nach dem tragischen Vorfall beginnt die Polizei nun mit der Suche nach dem Grund für den Wohnungsbrand. Noch ist die genaue Ursache unklar, die Polizei ermittelt allerdings wegen schwerer Brandstiftung. Im Verdacht stehen die beiden Verstorbenen.

Berlin: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Es sei lediglich ein Anfangsverdacht, dem man nun nachgehe, erklärte ein Sprecher der Berliner Polizei auf Nachfrage gegenüber BERLIN LIVE. Die Ermittlungen hätten gerade erst begonnen. Es handele sich um ein laufendes Verfahren und das könne auch noch zu einem anderen Ergebnis führen.

Während die Arbeit der Polizei noch ganz am Anfang steht, ist die Feuerwehr bereits in der Rückschau des Einsatzes, an dem insgesamt 116 Feuerwehrleute beteiligt waren. Ein Sprecher erklärte gegenüber mehreren Berliner Medien, dass das erste Fahrzeug nur vier Minuten nach dem Notruf bereits am Brandort gewesen sei. Nur eine Minute später sprang die 22-Jährige dann in die Tiefe.

Sprungkissen sind nicht für die Höhe ausgelegt

Nachdem man falsch parkende Autos umgesetzt habe, habe man dann für den Mann ein Sprungkissen aufgestellt, jedoch traf er beim Sprung nur den Rand und verstarb ebenfalls. Ohnehin hätte aber auch ein Sprung in die Mitte des Kissens sein Leben wohl eher nicht gerettet. Klein erklärte: „Die Kissen sind für eine Fallhöhe von maximal 16 Metern ausgelegt.“ Ein Sprung aus dem 12. Stock entspricht einer Höhe von rund 30 Metern.

Gleichzeitig hätten Feuerwehrkräfte noch versucht, über die Brandwohnung zu dem Mann vorzudringen. Doch dazu habe die Zeit nicht gereicht. Der Mann habe sich im Angesicht der heißen Flammen entschieden zu springen.


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Das Feuer selbst konnte übrigens zügig und unproblematisch gelöscht werden. Wie es ausbrechen konnte, ist einen Tag nach dem Berliner Flammen-Drama die große Frage.