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Berlin: Ex-RKI-Chef Wieler warnt vor Gefahr – das solltest du auf keinen Fall tun

Als RKI-Chef versuchte Lothar Wieler Deutschland durch die Corona-Pandemie zu manövrieren. Nun warnt er vor einer neuen Gefahr.

© IMAGO/Rainer Unkel

Tierheim Berlin: Die Stadt der zurückgelassenen Tiere

Im äußersten Nordosten Berlins steht das Tierheim Berlin. Mit einer Fläche von 16 Hektar Land ist es das größte Tierheim Europas und wirkt wie eine kleine Stadt für zurückgelassene Tiere.

Acht Jahre lang war Lothar Wieler Chef des Robert Koch Instituts – und wurde dabei wohl bekannter, als sämtliche seiner Vorgänger. Denn in die Amtszeit des in NRW aufgewachsenen Tierarztes fiel auch die Corona-Pandemie, die Wieler mit seiner Organisation versuchte abzumildern.

Zum 1. April wechselte Wieler zum Hasso-Plattner-Institut. Die Themen Pandemien und Zoonosen – also Krankheiten die vom Tier zu Mensch oder andersherum übertragen werden – treiben ihn aber noch immer um. In einem Interview sprach er nun eine eindringliche Warnung aus. Die gilt auch ganz besonders für Berlin.

Berlin: Diese Gefahr lauert in der Stadt

Im Gespräch mit der „Berliner Morgenpost“ sprach Wieler über die Gefahr von Füchsen in Städten. Ein Problemfeld, das auch Berlin betrifft. Denn je nach Schätzung leben derzeit zwischen 1.700 und 11.000 Füchse im Berliner Stadtgebiet. Selbst in eng bebauten Gegenden wie Neukölln oder Kreuzberg laufen einem die rötlichen Tiere in den Abendstunden, aber immer öfter auch tagsüber, über den Weg.


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Für Lothar Wieler eine Gefahr, die es einzudämmen gilt. Der Tierarzt erklärte: „Es gibt die Lebenswelt der Wildtiere und die Welt der Menschen. Um Infektionen zu vermeiden, sollten wir diese Welten so wenig wie möglich vermischen.“ Erreger wie beispielsweise der Fuchsbandwurm könnten lebensbedrohliche Krankheiten auslösen.

Lothar Wieler: Das solltest du nicht tun

Wieler forderte daher, dass Füchse und andere Wildtiere auf gar keinen Fall angelockt werden sollten. „Wer sie füttert oder zulässt, dass sie Futter in der Nähe von Siedlungen finden, erhöht ohne Not die Chance der Mensch-Wildtier-Interaktion“, erklärte Wieler. „Füchse sollten wieder dahin zurück, wo sie hingehören.“


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Tatsächlich finden sich im Berliner Stadtbild immer wieder Schalen mit Trockenfutter, an denen sich Füchse bedienen. Doch auch ohne menschliche Hilfe würden Füchse in Berlin wohl einiges an Nahrung finden. So sind Ratten, Mäuse und Vögel eine beliebte Beute. Feinde haben sie in der Stadt hingegen so gut wie nicht.