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Berlin: Immer mehr Hotels geplant – Warnung vor „Wildwuchs“

Der Tourismus ist wichtig in Berlin. Kein Wunder also, dass aktuell viele Hotels in Planung sind. Doch es gibt auch Kritik.

Hotel Berlin
u00a9 IMAGO/Ju00fcrgen Held

Miete in Berlin: Wohnen wird immer teurer

Berlin war mal ein gutes Pflaster für günstige Mieten. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Seit dem Jahr 2012 haben sich die durchschnittlichen Wohnungspreise in der Hauptstadt von 6,65 Euro pro Quadratmeter auf 12,92 Euro pro Quadratmeter verdoppelt.

Berlin ist verdammt beliebt. Das gilt nicht nur für tausende Menschen, die jedes Jahr in die deutsche Hauptstadt ziehen, sondern auch für zahlreiche Touristen. Schon jetzt ist der Tourismus-Sektor ein wichtiger Baustein für Berlins Wirtschaft.

Entsprechend werden aktuell an vielen Standorten in Berlin neue Hotels gebaut, weitere sind in Planung. Doch das gefällt nicht jedem, schließlich stehen Hotels auch immer in Konkurrenz zu dem ohnehin schon knappen Wohnraum. Kritiker warnen vor Wildwuchs.

Berlin: Warnung vor „Wildwuchs“

Wie aus einem Bericht des „Tagesspiegel“ hervorgeht, sind in Berlin aktuell mehr als 33 neue Hotels mit insgesamt 2885 Zimmern und 4812 neuen Betten geplant. Das geht aus einer Antwort des Berliner Senats auf eine Parlamentarische Anfrage des Grünen-Politikers Julian Schwarze hervor. Dass die 33 Hotels nur eine Mindest-Angabe sind, liegt daran, dass die Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Charlottenburg-Wilmersdorf keine Zahlen lieferten. Gerade hier dürften aber einige neue Hotel-Standorte geplant sein.

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Schaut man allerdings auf die Auslastung der Hotels in Berlin, die das Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg für das Jahr 2023 veröffentlichte, darf man sich bei den Neubauplänen durchaus verwundert die Augen reiben. Denn die Betten-Auslastung lag im vergangenen Jahr bei 55,8 Prozent und damit deutlich unter den 62 Prozent aus dem Vor-Corona-Jahr 2019.

Senat soll Hotelbau regulieren

Einer, der sich die Augen reibt, ist der Grünen-Abgeordnete Schwarze. Er fordert gegenüber der Zeitung, der Senat müsse „den völlig unregulierten Hotelplanungen schnell einen Riegel vorschieben“. Es brauche eine stadtweite Steuerung von neuen Hotels, um „unkontrollierten Wildwuchs zu verhindern“. Schließlich könnten viele Hotelflächen auch ein geeigneter Platz für bezahlbaren Wohnraum, Schulen oder Kitas darstellen.


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Der Senat stehe in der Pflicht, ein Hotelentwicklungskonzept zu erarbeiten. Das Problem: Der Berliner Senat hat gerade erst wegen der Haushaltskürzungen ein Förderprogramm „Coaching nachhaltiger Tourismus“ gestoppt, das sich an kleine und mittlere Berliner Unternehmen der Tourismuswirtschaft gerichtet hätte. Nun liegt es erstmal auf Eis.