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Lob für Berlins Regierenden Bürgermeister Wegner – ausgerechnet von den Grünen!

Berlins Bürgermeister Kai Wegner hat Lob aus fremden Reihen erhalten. Eine Grünen-Politikerin machte dem 51-Jährigen ein Kompliment.

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Diese Schulnoten geben die SPD-Delegierten Kanzler Scholz

Auf dem SPD-Parteitag in Berlin hat "DER WESTEN" Delegierte gefragt, mit welcher Schulnote sie die bisherige Amtszeit von Kanzler Scholz beurteilen. Das Ergebnis seht ihr im Video.

In der Politik geht es zwischen den konkurrierenden Parteien oft hart zu. Nicht selten kommt es im Berliner Bundestag und im Senat zu Sticheleien und verbalen Anfeindungen zwischen den verschiedenen Fraktionen. Umso erstaunlicher ist es nun, aus welchem Lager der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt, Kai Wegner (CDU), ein Kompliment erhalten hat.

Eine Grünen-Politikerin lobte den gebürtigen Spandauer dieser Tage. Und das, obwohl CDU und Grüne inhaltlich oft weit auseinanderliegen.

Berliner Bürgermeister bekommt unerwartetes Lob

Seit Ende April dieses Jahres ist Kai Wegner als Regierender Bürgermeister von Berlin im Amt. Jetzt bekommt er Lob aus fremden Reihen – und zwar von der Bundesvorsitzenden der Grünen Ricarda Lang. Inhaltlich ging es bei dem Kompliment der 29-Jährigen um Wegners Haltung zur Schuldenbremse.


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Beim Parteitag der Berliner Landesfraktion der Grünen machte sie deutlich, dass sie für eine Reform der Schuldenbremse sei. Anschließend verwies Lang auf Wegner, der dies ebenfalls erkannt habe.

Lob an Wegner, Kritik an Merz

Doch nicht für jeden CDU-Politiker hatte Ricarda Lang am Samstag (9. Dezember) so viele warme Worte übrig. Nach dem Lob an Wegner holte sie zur Kritik an Friedrich Merz, dem Chef der Christdemokraten, aus. „Denn was macht er in dieser Situation? Statt neu zu denken, statt Mut zu haben, eine althergebrachte Position zu überdenken, stattdessen stellt er sich hin und beschimpft seine eigenen Parteikollegen im Deutschen Bundestag“, erklärte die 29-Jährige in ihrer Rede.

Dieser Tadel hat eine Vorgeschichte: Bereits Ende November hatte Merz im Deutschen Bundestag davon gesprochen, dass seine Partei gegen alle Formen einer Schuldenbremsen-Aufweichung sei. Anschließend ergänzte er, dass die Entschlüsse zur Schuldenbremse im Bundestag und nicht im Berliner Rathaus beschlossen werden.


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Auch hier zeigt sich wieder: Die Politik ist kein Ponyhof. Hier geht es mitunter hart zu und wer viel austeilt, muss im Zweifel auch eine Menge einstecken können.