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Berlin: Sperrmüllentsorgung per App – so einfach wird die Hauptstadt besenrein

Diese App könnte das Müllproblem in Berlin endgültig lösen. Obwohl die Idee wirklich gut ist, hat sie dennoch einen entscheidenden Haken.

Berlin
Die Berliner Stadtreinigung "BSR" will mithilfe einer App dafür sorgen, das die Straßen in der Hauptstadt wieder blitzblank werden (Symbolbild) Credit: IMAGO/Stefan Zeitz

Berlin ist dreckig und laut! Ein Charme, der nicht jedermanns Sache ist. Um endlich Ordnung in den Saustall der Großstadt zu bringen, hat sich ein schwedisches Unternehmen etwas ganz besonderes einfallen lassen: Eine App, die Müllverursacher und privaten Müllentsorger zusammenbringt. Kostenlos und nur mit wenigen Klicks.

Gerade in der Zeit nach Weihnachten kann die App dem einen oder anderen wahrlich helfen. Denn wer verpasst hat, seinen Weihnachtsbaum von der Berliner Stadtreinigung (BSR) entsorgen zu lassen, der kann das jetzt ganz einfach per App beauftragen. Hilfe zur Selbsthilfe eben.

App will Berliner Schmutzfinken Beine machen

Weit über 300.000 Weihnachtsbäume sammelt die BSR jedes Jahr von den Straßen der Hauptstadt auf. Obwohl eigentlich klar geregelt ist, wann sie in welchem Kiez den Müll entsorgt, gibt es immer wieder eine Menge Leute, die den eigenen Baum viel zu spät vor die Tür setzen.

Laut dem „Tagesspiegel“ hat das schwedische Unternehmen „Tiptapp“ nun eine App entwickelt, die Menschen, die nicht wissen wohin mit ihrem Sperrmüll, mit einem privaten Anbieter zusammenbringen will, der diesen dann im eigenen Auto weg fährt. Und das funktioniert relativ simpel.

Viel Vertrauen in Abholer – ob das in Berlin funktioniert?

Erst muss man ein Foto von seinem Müll schießen und dann in der App hochladen. Andere User mit einem Auto können sich dann bei Interesse melden. Sobald sich beide Parteien über eine Preis geeinigt haben, muss nur noch ein Termin abgesprochen werden und los geht die Müllentsorgung.

Um Missbrauch vorzubeugen, setzt „Tiptapp“ setzt strenge Kontrollen für alle Recycling-Funktionen der App ein. „Über GPS werden die Helfenden auf ihren Transportwegen getrackt und die rechtmäßige Abholung und Entsorgung von Mitarbeitenden des Unternehmens überprüft“, so eine Sprecherin gegenüber BERLIN LIVE. „Beim Einladen und Abladen der Gegenstände sind die Helfenden ebenfalls dazu verpflichtet, Fotos auf der Plattform hochzuladen, um den rechtmäßigen Ablauf des Transports nachzuweisen.“


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Die Helfenden erhalten auch nach jedem Transport eine Bewertung von den Hilfesuchenden. Außerdem können Helfende über die Plattform maximal 520 Euro verdienen. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass Privatpersonen die App nutzen und keine professionelle Dienstleister.

Zurück zum Weihnachtsbaum: Wer weiterhin auf den Service der BSR setzen möchte, kann sich noch bis zum 20. Januar um einen offiziellen Abholtermin kümmern. In der Hauptstadt wird jeder Stadtteil zweimal abgeklappert. Wer seinen Weihnachtsbaum illegal im öffentlichen Raum vor der Tür wirft, muss mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen.