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Berlin: Anzeige gegen Erzieher – darum wird jetzt ermittelt

In Berlin-Spandau erstatteten Eltern Anzeige gegen einen Erzieher ihrer Kinder. Was dieser getan haben soll, ist ekelhaft und wohl der Albtraum aller Eltern.

Berlin Kita
© IMAGO/epd

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Eltern geben ihre Kinder morgens mit gutem Gewissen in die Kita. Man vertraut auf die Erfahrung und Expertise der Erzieher. Und hofft, dass die Kleinen in guten Händen sind. Wenn Anzeichen plötzlich aber darauf hindeuten, dass dem nicht so ist, entsteht schnell Panik und Verzweiflung.

In Berlin bemerkten Eltern nun, dass etwas mit ihren Kindern nach dem Kita-Besuch nicht stimmt. Was ein Erzieher ihren Kindern angetan haben soll, ist einfach nur ekelhaft und wohl der Albtraum aller Eltern. Es wurde Anzeige gegen den Erzieher erstattet und es wird jetzt ermittelt.

Erzieher vergriff sich offenbar an Kindern

Vorgefallen sein soll dies, nach „BZ“ Informationen, in der Fröbel-Kita in der Daumstraße im Berliner Bezirk Spandau. Alles begann damit, dass die Mutter zweier Kinder intime Verletzungen bei ihrem Sohn bemerkte. Zudem habe ihr Sohn plötzlich in die Hose gemacht und wollte nicht mehr in die Kita. Einen Grund dafür liefert der Junge ebenfalls. Tobias, ein Erzieher der Kita, tue ihm weh, erklärte er seiner Mutter. Und auch seine Schwester wurde wohl Opfer des Erziehers und teilte dies ihrer Mutter mit.

Eine äußerst schlimme Situation für die Mutter, die aber nicht lange zögerte. Sie wandte sich an die Kita-Leitung. Drei weitere Eltern sollen ebenfalls Hinweise der Kita-Leitung mitgeteilt haben. Das Ganze war schon im Februar. Kurz zuvor erst hatte Erzieher Tobias J. seinen neuen Job in der besagten Kita angetreten.

Erzieher wurde entlassen

Doch der Träger der Kita erhielt Infos zu dem Missbrauchsvorwürfen erst am 13. Juli. Direkt an diesem Tag habe man gehandelt und „alle erforderlichen arbeitsrechtlichen Schritte eingeleitet“, erklärt Fröbel-Sprecher Michael Kuhn der „BZ“. Und weiter: „Kurze Zeit später endete das Arbeitsverhältnis der pädagogischen Fachkraft.“

Es vergingen Monate von ersten Hinweisen, bis der Erzieher dann im Sommer entlassen wurde. Die Eltern sind verständlicherweise verärgert und werfen der Kita-Leitung vor, sie hätten Tobias J. bereits im Februar entlassen müssen. Da mag auch nicht helfen, dass der Träger betont, der Erzieher sei nicht alleine mit Kindern in einem Raum gewesen. Denn aufgrund des Raumkonzepts, seien „alle Räume stets geöffnet und durch Mitarbeitende jederzeit einsehbar.“


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