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Demos in Berlin: Aufgepasst! Gewerkschaften rufen erneut zum Streik am Dienstag auf

Verdi und GEW rufen erneut Erzieher und Lehrer in Berlin auf, ihre Arbeit am Dienstag niederzulegen und zu streiken.

© IMAGO/STPP

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Bereits vergangene Woche haben die Gewerkschaften Verdi und GEW alle Beschäftigten, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen, zu einer Demo in Berlin aufgerufen. Rund 10.000 Demonstranten haben sich dem Streik angeschlossen, um für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Nun rufen Verdi und GEW zum wiederholten Mal Erzieher und Lehrkräfte auf, am Dienstag (28. November) zu streiken.

Berlin: Verdi und GEW rufen zum Streik auf

Berliner Eltern müssen sich erneut am Dienstag (28. November) eine Betreuung für ihre Kinder suchen, denn die Gewerkschaften rufen nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Erzieher der Kita-Betriebe zum Streiken auf. Hochschulbeschäftigte sowie Sozialarbeiter in Jugend-, Gesundheits- und Sozialämtern sollen ebenfalls die Arbeit niederlegen und unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen demonstrieren.


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Die Streikdemo ist für Dienstag ab 9:30 Uhr am Schlossplatz auf der Museumsinsel angesetzt. Die Kundgebung soll dann um 12 Uhr vor dem Brandenburger Tor stattfinden, wo unter anderem GEW-Vorsitzende Maike Finnern sprechen wird. Verdi hat Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch angefragt, einen Vertreter zu der Kundgebung zu entsenden, um mit den Demonstranten zu sprechen.

Das sind ihre Forderungen

„Wir fordern von den Arbeitgebern der Länder, endlich ein vernünftiges Angebot vorzulegen. Wir erwarten, dass dies auch die Verbesserungen für den Sozial- und Erziehungsdienst beinhaltet, die für den TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) bereits vereinbart wurden. Wir brauchen diese Aufwertung dringend, um die sozialen Berufe attraktiver zu machen.“ erklärt Andrea Kühnemann, Verdi Landesleiterin Berlin-Brandenburg.

Hintergrund für den Warnstreik ist der aktuelle Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder. In bisher zwei Verhandlungsrunden gab es keine Einigung. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 7. und 8. Dezember in Potsdam geplant.



Die Gewerkschaften fordern unter anderem 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 500 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Auszubildende soll die Erhöhung 200 Euro betragen.

Für Berlin, Hamburg und Bremen verlangen die Gewerkschaften zudem eine Stadtstaatenzulage von 300 Euro. Ein Angebot der Arbeitgeber gibt es bislang nicht.