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Berlin: Protest-Aktion an Uni eskaliert – „Was für Trottel“

In Berlin musste eine Podiumsdiskussion wegen massiven Störversuchen abgebrochen werden. Darauf hagelte es jetzt Kritik.

Berlin
© imago/Christian Mang

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

An der Berliner Humboldt-Universität musste ein Podiumsdiskussion abgebrochen werden, nachdem es hier zu zahlreichen Störversuchen gekommen war.

Ein Vorfall, der nicht ohne Folgen bliebt. Die beteiligten Unis veröffentlichten ein gemeinsame Erklärung und ein deutscher TV-Star äußerte sich auf ziemlich heftige Weise bei Social Media.

Protestaktion an Berliner Uni eskaliert

Laut einer Mitteilung der Berliner Humboldt-Universität und der Hochschule Hertie School haben propalästinensische Aktivisten am Donnerstag (8. Februar) eine Podiumsdiskussion zum Thema „Constitutional Challenges – Judging in a Constitutional Democracy“ so massiv gestört, dass diese abgebrochen werden musste.

Zur Veranstaltung waren internationale Richter geladen worden, darunter auch Daphne Barak-Erez, Professorin und Richterin am israelischen Verfassungsgericht. Nach Angaben der Unis stand eine Person während der Veranstaltung auf, um ein Statement zu verlesen.

Als die Vortragenden auf der Bühne darauf reagieren wollten, seien diese „jedoch durch lautes und andauerndes Gebrüll einzelner Personen“ gestört worden. Die Organisatoren entschieden daraufhin, die Podiumsdiskussion abzubrechen.

TV-Star Jan Böhmermann: „Was für Trottel“

Der Vorfall hatte bundesweit hohe Wellen geschlagen. Auch TV-Star Jan Böhmermann meldete sich auf der Social-Media-Plattform X zu Wort. Böhmermann kommentierte das Geschehen mit den Worten: „Was für Trottel“!

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Nach dem Abbruch einer Podiumsdiskussion mit einer israelischen Richterin haben Uni-Vertreter scharfe Kritik am Verhalten der propalästinensischen Aktivisten geübt.


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„Ich empfinde es als beschämend gegenüber den Gästen, die wir zu einer wichtigen Diskussion eingeladen haben, dass diese nicht wie geplant stattfinden konnte“, sagte Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität, laut einer Mitteilung vom Freitagmorgen. In der Uni müssten „auch äußerst kontroverse Positionen diskutiert werden können“. Das gehe aber nur, wenn man sich gegenseitig zuhöre. „Dazu gab es vonseiten der Aktivisten heute keine Bereitschaft.“ (dpa)