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Berliner Tafel hat Not am Mann – “Brauchen viel Unterstützung”

Die Berliner Tafel setzt sich für das Wohl von Hilfsbedürftigen ein. Aktuell ist die Organisation jedoch selbst auf Hilfe angewiesen…

Berliner Tafel
u00a9 Jana Wengert / Berlin Live

Miete in Berlin: Wohnen wird immer teurer

Berlin war mal ein gutes Pflaster für günstige Mieten. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Seit dem Jahr 2012 haben sich die durchschnittlichen Wohnungspreise in der Hauptstadt von 6,65 Euro pro Quadratmeter auf 12,92 Euro pro Quadratmeter verdoppelt.

Die Berliner Tafel ist eine der ersten Anlaufstellen für Hilfsbedürftige in der Hauptstadt. In aktuell 48 Ausgabestellen in verschiedenen Kiezen der Metropole und rund 400 belieferten sozialen Einrichtungen kümmert sich die gemeinnützige Hilfsorganisation rund um die Uhr um das Wohl der Bedürftigen.

Jetzt gibt es allerdings Komplikationen: Die Berliner Tafel braucht Unterstützung – und das am besten schon gestern. Doch an welcher Stelle wird die Hilfe benötigt? BERLIN LIVE hat alle Infos.

Berliner Tafel rettet Lebensmittel

An sechs Tagen in der Woche sammelt die Berliner Tafel bei Supermärkten und Sponsoren in der Umgebung Lebensmittel ein. Die geretteten Produkte würden andernfalls im Müll landen – und das wäre eine ziemliche Verschwendung. Die Rettung ist aber auch mit viel Arbeit verbunden. Die Lebensmittel müssen nämlich anschließend sortiert und auf die verschiedenen Ausgabepunkte verteilt werden.

Berliner Tafel
Bei der Berliner Tafel steht Teamwork an erster Stelle – auch Ehrenamtskoordinatorin Sophie Losch und Bundesfreiwilligendienstleistende Felipa packen mit an. Credit: Jana Wengert / Berlin Live

Genau an dieser Stelle ist aktuell Not am Mann. „Gerade jetzt im Sommer, wenn die Temperaturen wärmer sind, dann brauchen wir viel Unterstützung, um die schlechten Sachen von den guten zu sortieren“, erklärte Ehrenamtskoordinatorin Sophie Losch gegenüber BERLIN LIVE. Für diese Aufgabe stehen täglich bis zu 50 ehrenamtliche Helfer im Großmarkt Berlin Nähe der Beusselstraße parat.

Berliner Tafel: „Freuen uns über jeden Helfer“

Doch während der Sommermonate sind eben auch die sonst festen Ehrenamtlichen mal in einer wohlverdienten Pause. „Wir freuen uns über jeden einzelnen Helfer“, verriet Losch und startete gemeinsam mit ihrem Team sogar über die sozialen Netzwerke bereits einen Aufruf. Wenn sich 20 oder 30 Personen finden würden, dann wäre das eine tolle Hilfe. Besonders in den täglichen Schichten von 11 bis 15.30 Uhr.

Die Anforderungen halten sich in Grenzen. Neben der Volljährigkeit gilt: „Man sollte länger stehen können und keine Scheu haben, wenn ein Apfel oder andere Lebensmittel nicht mehr ganz so frisch sind.“ Denn oftmals müssen leider auch verschimmelte Produkte aussortiert werden. „Ansonsten ist die Arbeit hier sehr niedrigschwellig und man findet gut rein, auch wenn man noch keine Vorerfahrung hat“, so die Koordinatorin.

Bei der Arbeit Freunde finden

Beim Besuch von BERLIN LIVE war die freundliche Atmosphäre im Lager schnell zu spüren. „Man begegnet sich öfter, sodass durchaus auch Freundschaften entstehen können“, erzählte Losch. Einer der Ehrenamtlichen ist beispielsweise Christoph. Er unterstützt das Team seit März dieses Jahres zweimal wöchentlich: „Es ist eine schöne Abwechslung zu meinem Alltag.“


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Felipa packt ebenfalls regelmäßig im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendiensts bei der Berliner Tafel mit an – am liebsten in der Abteilung mit den Brot- und Backwaren: „Da riecht es immer so gut!“ Sollten die Kisten doch mal schwerer werden, helfe man sich als Team gut aus. Wer nun neugierig geworden ist, und ebenfalls ein Teil der Truppe werden möchte, soll sich ganz einfach bei der Berliner Tafel melden – entweder per Mail oder unter Tel.: +49 30 782 7414.