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Demos in Berlin: Protest gegen Antisemitismus und Israel-Hetze

In Berlin-Charlottenburg demonstrierten hunderte Menschen gegen Judenfeindlichkeit in Deutschland.

Demos in Berlin
u00a9 IMAGO/Jochen Eckel

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Auch an diesem Wochenende gab es in Berlin wieder zahlreiche Demos. Erneut drehten sich mehrere Veranstaltungen um den Krieg in Israel und Palästina. Nachdem es am Samstag eine große pro-palästinensische Demonstrationen gab, protestierten heute (19. November) die Unterstützer Israels in Berlin.

Diese Demos haben in der Vergangenheit sehr viel Polizeipräsenz erfordert. Zum einen, weil es bei den Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt sehr häufig viele Teilnehmer gibt. Zum anderen, weil die Polizei im Zuge dieser Demonstrationen auch immer wieder einschreiten muss, um Straftaten sofort zu unterbinden.

Demos in Berlin: Hunderte Menschen demonstrierten gegen Antisemitismus

Am Sonntag gingen in Charlottenburg zahlreiche Berliner auf die Straße, um gegen Antisemitismus und Israel-Hetze zu demonstrieren. Laut „rbb24“ schätzte die Berliner Polizei Teilnehmerzahl auf 500 Menschen. Die Veranstalter waren bei der der Anmeldung der Demo noch 2.000 Teilnehmern ausgegangen.

Zu Beginn der Demonstration sprach der Rabbiner Yehuda Teichtal zu den Teilnehmern. In seiner Rede machte er deutlich, dass die jüdische Gemeinde Berlins zu den „Brüdern“ und „Schwestern“ in Israel stehe. Trotz der vielen Vorfälle, in denen Jüdinnen und Juden in Berlin bedroht wurden, sieht er offensichtlich weiterhin eine starke und lebendige Zukunft für die jüdische Gemeinde in Deutschland.

Trotz Israel-Hass blickt die Organisation „Jüdisches Leben Berlin“ optimistisch in die Zukunft

Wie „rbb24“ berichtet, soll Lior Steiner von der Organisation Jüdisches Leben Berlin (JLB) die aktuelle Lage der Jüdinnen und Juden in Deutschland als äußert emotional empfinden. So würde er es zwar durchaus bedenklich finden, dass beinahe täglich Tausende von Menschen deutschlandweit an propalästinensischen Demonstrationen teilnehmen, aber der Zusammenhalt innerhalb der jüdischen Community wäre ebenfalls groß. Und die Unterstützung aus der Bevölkerung wäre in den letzten Wochen sehr deutlich zu spüren gewesen.


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Wie „rbb24“ erfahren haben will, blieb es bei der Demonstration in Berlin-Charlottenburg bis zum späten Nachmittag friedlich. Zwischenfälle seien nicht bekannt.