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Hund in Berlin seit sieben Wochen vermisst: „Wir hoffen jeden Tag“

Schon vor Wochen ist Hündin Nala entlaufen. Doch ihre Besitzer hoffen noch immer auf ein Happy End, denn sie haben eine Vermutung.

© Privat

Tierheim Berlin: Die Stadt der zurückgelassenen Tiere

Im äußersten Nordosten Berlins steht das Tierheim Berlin. Mit einer Fläche von 16 Hektar Land ist es das größte Tierheim Europas und wirkt wie eine kleine Stadt für zurückgelassene Tiere.

Diese verzweifelte Such-Anzeige taucht seit Wochen immer wieder in den Sozialen Netzwerken auf. Sie zeigt eine schwarz-weiße Hündin mit längerem Fell, die bereits im Dezember in Berlin entlaufen ist.

Seither läuft die Suche nach dem Tier, das während eines Spaziergangs in Wilmersdorf plötzlich Reißaus nahm. Ihre Besitzer hoffen auch nach sieben Wochen noch immer, ihre kleine Nala wieder in die Arme zu schließen. BERLIN LIVE hat mit ihnen gesprochen.

Hund in Berlin seit Wochen vermisst

Havaneser-Mischling Nala kam im Mai 2022 in Spanien zur Welt. Laut dem Tierschutzverein habe sie dort auf der Straße gelebt. Im August 2023 fand sie dann bei Carina P. (31) in Berlin ein neues Zuhause. Die meiste Zeit verbrachte sie bei ihr, vor dem schicksalsträchtigen 17. Dezember war sie bei ihrem Lebensgefährten. Beim Spaziergang passierte es dann.

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Zusammen waren Nala und ihr Herrchen durch den Volkspark Wilmersdorf spaziert. Nachdem sie ihn durchquert hatten, wollten sie eigentlich mit der S-Bahn vom Heidelberger Platz zum Bundesplatz zurückfahren. Doch die Bahn kam nicht. Also entschied sich Carina P.s Lebensgefährte, durch ein nahegelegenes Wohngebiet mit kleinen Straßen zurückzulaufen.

Nala lief beim Spaziergang davon

Doch dort passierte es. „Nala hat an einem Gartentor geschnüffelt und sich vor irgendwas erschreckt“, schildert der Hundehalter gegenüber BERLIN LIVE. Nala flüchtete erst zwischen zwei parkende Autos – und wollte auch noch über die schmale Straße rennen. Doch genau in diesem Moment kam ein Auto und erwischte Nala am Hinterteil. Die Hündin sei einmal herumgewirbelt und habe dann sofort die Flucht ergriffen. Seither fehlt von ihr jede Spur.

„Den ersten Tag konnten wir noch rekonstruieren“, erzählt Carina P. „Da gab es einige Sichtungen, aber seither nichts.“ Es gibt kein Lebenszeichen von Nala, trotz großer Bemühungen. Über Flyer und Soziale Medien wurden Suchaufrufe gestartet, eine eigene Instagram-Seite eingerichtet. Zudem kam ein sogenannter Pettrailer, ein Haustier-Suchhund, zum Einsatz – allerdings ohne Erfolg. Zwar gebe es immer wieder Anrufe, die seien jedoch sehr unkonkret.

„Wir hoffen jeden Tag“

Carina P. und ihren Partner wühlt das freilich auf. „Wir hoffen jeden Tag, dass ein Hinweis kommt, der weiterhilft“, sagt sie. „Es geht uns nicht gut, aber wir versuchen langsam, uns damit abzufinden.“ Denn die beiden haben die Vermutung, dass ihre Hündin längst nicht mehr auf der Straße ist, sondern in einem anderen Haushalt lebt. Auch der Tierschutzverein gehe davon aus, dass sie gefunden und einbehalten wurde.


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An die möglichen Finder richtet sie noch emotionale Worte. „Sie sollen uns Nala einfach zurückgeben“, sagt sie. Sie würden auch von einer Anzeige und rechtlichen Schritten absehen. „Auch den Finderlohn von 1.500 Euro werden wir zahlen. Wir wünschen uns einfach unseren Hund zurück.“