Veröffentlicht inAktuelles

Letzte Generation plant Massenprotest: Darum wollen die Aktivisten die Straße des 17. Juni blockieren

Die Letzte Generation hatte sich zuletzt für größere Protestformen ausgesprochen. Am Samstag ist in Berlin die nächste Aktion geplant.

Letzte Generation
© IMAGO/Political-Moments

Das ist die „Letzte Generation“

Nach der wochenlangen Sommerpause gehören die Klima-Aktivisten der Letzten Generation inzwischen wieder zum Berliner Alltag. Beinahe jeden Tag blockieren sie in der Hauptstadt Straßen oder sprühen Gebäude und Sehenswürdigkeiten an.

Doch während der aktuellen Blockade-Phase wagt die Letzte Generation offenbar einen Strategie-Wechsel. Schon in den letzten Wochen war zu sehen, dass die Aktivisten immer mehr zu Groß-Blockaden übergeben. Und das hat offenbar einen Grund.

Letzte Generation will Massenprotest

Die erste größere Blockade der Letzten Generation fand am Potsdamer Platz statt. Mit dutzenden Aktivistinnen und Aktivisten – unter ihnen auch die als Klima-Shakira bekannte Anja Windl – wurde die Kreuzung lahmgelegt. Im Anschluss an diese Aktion verkündeten die Aktivisten nun öfter Groß-Aktionen zu planen. Damit möchte man auffallen, ohne dabei Autofahrer zu sehr zu nerven. Man wolle verdeutlichen, dass die Konfliktlinie nicht wischen der Letzten Generation und der Bevölkerung verlaufe.

+++ Berliner Linkspartei froh über Wagenknecht-Austritt – „Aus dem Lager der Solidarität verabschiedet“ +++

Am Samstag (28. Oktober) wollen sie im Rahmen eines Massenprotests die Straße des 17. Juni lahmlegen, wie sie auf ihren Plattformen ankündigen. Im Interview mit der „taz“ erklärt nun Sprecherin Lea Rhein, warum man von dezentralen Blockaden auf größere Aktionen umschwenkt. Sie erklärte dort, man orientiere sich an den Niederlanden, wo große Autobahnblockaden dazu geführt hätten, dass das Parlament das Ende fossiler Subventionen auf die Tagesordnung gesetzt hat.

Letzte Generation auf Straße des 17. Juni

Mit der Blockade der Straße des 17. Juni wolle man zeigen, dass „wir ganz viele Menschen sind, die mit dem aktuellen politischen Kurs der Bundesregierung unzufrieden sind“, erklärte Rhein der „taz“. An der Aktion werde sich auch die Gruppe Extinction Rebellion beteiligen. Auch aus den Niederlanden werden Aktivisten dabei sein.


Mehr News aus Berlin:


Wie viele Teilnehmer der Prostest am Samstag haben soll, wurde im Vorfeld nicht bekannt. Auch wann und wie die Blockade am Samstag losgehen soll, verrieten die Aktivisten bislang wie üblich nicht. Denn es ist auch das Überraschungsmoment, das die Blockaden der Letzten Generation erst ermöglicht.