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Silvester in Berlin: DAS sind die Böllerverbotszonen – und in diesem Zeitraum gelten sie

Viel wurde diskutiert und spekuliert. Jetzt ist klar, an mehreren Orten in Berlin gibt es an Silvester ein Böllerverbot.

Berlin
© IMAGO/Panthermedia

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Nicht mehr lange und dann läuft wieder der Countdown für das Jahresende. Silvester in Berlin steht bevor und das sorgt bereits seit Wochen für heftige Diskussionen. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema Feuerwerk.

In diesem Jahr sind die Forderungen nach einem flächendeckenden Böllerverbot besonders groß. Von verschiedenen Seiten richten sich dringende Appelle an die Politik – doch mehr als vier Böllerverbotszonen gibt es in Berlin zum Jahreswechsel nicht.

Berlin: HIER ist an Silvester Feuerwerk untersagt

In den Medien gibt es seit Tagen Berichte und Spekulationen über die No-Böller-Areas, am Freitag (22. Dezember) hat die Berliner Polizei diese nun offiziell bekannt geben. Demnach wird es an vier Orten in der Stadt nicht erlaubt sein, Feuerwerk zu zünden. Dazu zählt der Alexanderplatz, der Bereich des Steinmetzkiezes in Schöneberg, sowie ein Teil der Sonnenallee inklusive angrenzender Nebenstraßen. Ebenfalls untersagt ist Pyrotechnik im Bereich der Silvesterfeier am Brandenburger Tor. Dies hat der Veranstalter verfügt.

Die Böllerverbotszonen gelten in der Zeit von Sonntag, 31. Dezember 2023, 18 Uhr bis Montag, 1. Januar 2024, 6 Uhr. In den entsprechenden Bereichen dürfen dann keine „pyrotechnischen Gegenstände der Kategorien F2, F3 und F4 sowie selbstverständlich jegliche Pyrotechnik ohne erforderliche Zulassung und Kennzeichnung (illegale Pyrotechnik)“ mitgeführt oder gezündet werden. Feuerwerk der Kategorie F1 darf hingegen auch in den Böllerverbotszonen bei sich getragen und gezündet werden. Dies sind zum Beispiel Wunderkerzen, Tischfeuerwerke oder Knallerbsen.

Kein flächendeckendes Böllerverbot in Berlin: Einsatzkräfte besorgt

In der Silvesternacht wird die Berliner Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz sein und das Verbot in den jeweiligen Zonen überwachen und durchsetzen. Am Brandenburger Tor werden Sicherheitsmitarbeiter des Veranstalters dafür sorgen, dass die Menschen sich an das Verbot halten.

Nachdem es beim vergangenen Jahreswechsel zu heftigen Angriffen, auch mit Feuerwerkskörpern, auf Einsatzkräfte in Berlin kam, forderte unter anderem die Gewerkschaft der Polizei ein bundesweites Böllerverbot in diesem Jahr. Doch dieses gibt es nicht und so blicken Polizei, Feuerwehr und Co. mit Sorge auf Silvester 2023/24.


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Und damit sind sie nicht alleine. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) äußerte sich gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) besorgt: „Ich habe die Sorge, dass Silvester wieder ein Tag sein könnte, an dem wir in manchen Städten blinde Wut und sinnlose Gewalt zum Beispiel gegen Polizisten oder Rettungskräfte erleben müssen.“

Bleibt zu hoffen, dass es eine einigermaßen ruhige Silvesternacht wird.