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Tesla: Nach Protesten und Anschlag – Konzern mit bitteren News für Angestellte

Zu Wochenbeginn sickerte durch, dass Tesla weltweit tausende Jobs streichen will. Jetzt scheint klar zu sein, wie viele Jobs in Brandenburg gefährdet sind.

Tesla
© IMAGO/Jochen Eckel

Protest gegen Ausbau von Tesla-Werk in Brandenburg: Waldstück besetzt

Aus Protest gegen die Erweiterung des Werks des US-Autobauers Tesla in Grünheide in Brandenburg haben Umweltaktivisten ein nahegelegenes Waldstück besetzt. Sie fordern, das erfolgte Bürgervotum zu respektieren: Eine Mehrheit der Grünheider hatte sich gegen eine Erweiterung ausgesprochen.

Für die Mitarbeiter des E-Auto-Riesen Tesla dürfte diese Nachricht ein echter Schock sein. Nachdem in den letzten Monaten die Stromversorgung mittels eines Anschlag lahmgelegt worden war und sich Umweltaktivisten im benachbarten Waldstück in den Bäumen verschanzt hatten, soll es nun zu einem heftigen Stellenabbau beim Autohersteller kommen.

Schon vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass Tesla weltweit über 14.000 Stellen streichen will. Nun scheint wohl klar zu sein, wie viele deutsche Mitarbeiter von diesen Kürzungen betroffen sind.

Tesla will wohl auch in Deutschland Stellen streichen

Laut einem Bericht von „Finanzen.net“ will sich der US-Elektroautobauer Tesla an seinem deutschen Standort Grünheide angeblich von 300 Mitarbeitern trennen. Unter Berufung auf Reuters und den „Business Insider“ berichtet „Finanzen.net“, dass von diesen Kürzungen wohl zunächst die Leiharbeiter betroffen sind.

+++ Tesla: Sorge um Arbeitsplätze – auch Grünheide in Gefahr? +++

Der Autohersteller beschäftigt aktuell rund 140.000 Mitarbeiter weltweit. Etwa 12.500 Beschäftigte sind in Deutschland bei Tesla angestellt.

Tesla will schlanke Organisation für zukünftige Herausforderungen

Am Dienstag (16. April) hatte eine Sprecherin des Unternehmens mitgeteilt, dass ein Stellenabbau geprüft werde. „Wir sind davon überzeugt, dass nur eine effiziente und schlanke Organisation für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt ist. Unsere Erfahrung zeigt, dass dieses Vorgehen maßgeblich zu unserem Erfolg beiträgt“, so die Sprecherin.


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Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) erklärte am Montag (15. April): „Der Einbruch beim Absatz von Elektroautos in Deutschland und Europa dürfte auch an einem Marktführer wie Tesla nicht spurlos vorübergehen“. (mit dpa)