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Tierheim Berlin: Foto sorgt für Empörung – „Hoffe Karma schlägt zurück“

Bilder wie diese sind für Tierfreunde schwer zu ertragen. Fünf Welpen hatten einen denkbar schweren Start ins Leben. Nun sind sie im Tierheim Berlin.

© Imago/Jürgen Ritter, Tierheim Berlin

Tierheim Berlin: Die Stadt der zurückgelassenen Tiere

Im äußersten Nordosten Berlins steht das Tierheim Berlin. Mit einer Fläche von 16 Hektar Land ist es das größte Tierheim Europas und wirkt wie eine kleine Stadt für zurückgelassene Tiere.

Diese Foto macht viele Berliner richtig wütend: Vier traurige Hundeaugen schauen aus einem blauen Karton. Das Fell der beiden Hunde ist verstrubbelt und feucht. Neben ihnen sind noch weitere Hunde in dem Karton zu erkennen.

Insgesamt fünf Hundewelpen wurden am 29. Januar an einer Bushaltestelle an der Wuhlheide (Bezirk Treptow-Köpenick) einfach abgestellt und in der Winter-Kälte sich selbst überlassen. Inzwischen wohnen die kleinen Hunde im Tierheim Berlin. Die Herzlos-Aktion sorgt aber noch immer für Empörung.

Tierheim Berlin: Welpen wurden schlecht gehalten

Es war ein Busfahrer, der die fünf kleinen Welpen in ihrem Karton fand. Die kleinen Hunde waren maximal acht Wochen alt. Es war der erste große Welpen-Fund in diesem Jahr. Im Tierheim Berlin wurden die kleinen erst einmal tierärztlich untersucht.

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Die gute Nachricht: Größere Schäden haben sie nicht davon getragen. Allerdings leiden sie alle unter wunden Pfoten. Das lässt auf eine schlechte Haltung in ihren ersten Lebenswochen schließen. Sie seien aber alle munter und würden sich gut entwickeln, teilt das Tierheim Berlin mit.

Tierheim Berlin
In diesem Karton wurden fünf Welpen an einer Bushaltestelle abgestellt. Nun sind sie im Tierheim Berlin. Credit: Tierheim Berlin

Bei den Fans des Tierheims Berlin herrschte Fassungslosigkeit über die ausgesetzten Hunde. „Hoffe Karma schlägt zurück“, schrieb etwa eine Userin. Und eine andere: „Menschen können so herzlos und skrupellos sein das ist doch nicht mehr normal.“

Tierheim Berlin findet klare Worte

Auch das Tierheim Berlin selbst fand klare Worte und warnte vor illegalem Welpenhandel und „rücksichslosen Vermehrern“. An die Tierfreunde richtete die Einrichtung die Bitte: „Fördert bitte nicht die Nachfrage, informiert Euch und andere – und meldet der Polizei zweifelhafte Tierquellen.“ Denn die Leidtragenden seien am Ende immer die Tiere.


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Immerhin: Für diese fünf Welpen, die auf die Namen Pablo, Pepita, Pepino, Pepsi und Peaches getauft wurden, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Laut dem Tierheim Berlin gibt es für alle fünf bereits Interessenten. Diese werden nun geprüft, damit das nächste Zuhause für die kleinen Welpen auch das letzte bleibt.