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Wohnen in Berlin: Mieter erleben Gas-Albtraum – „Nicht hinnehmbar“

Mehrere Mieter aus Berlin-Buckow erlebten in den vergangenen drei Wochen einen regelrechten Albtraum – ihr Gas war abgestellt…

Wohnen in Berlin
© imago images / Schöning

Miete in Berlin: Wohnen wird immer teurer

Berlin war mal ein gutes Pflaster für günstige Mieten. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Seit dem Jahr 2012 haben sich die durchschnittlichen Wohnungspreise in der Hauptstadt von 6,65 Euro pro Quadratmeter auf 12,92 Euro pro Quadratmeter verdoppelt.

Was für eine Horrorvorstellung! Für die Mieter eines Mehrfamilienhauses in Buckow wurde sie zur Realität: Ihr Gas wurde in den Wohnungen abgestellt. Der Grund: Bei einer Routineprüfung wurde festgestellt, dass es im Haus eine undichte Stelle an den Gasleitungen geben könnte.

Als Vorsichtsmaßnahme wurde der Gas-Hahn am 11. Juli vorerst komplett zugedreht. Das bedeutete allerdings für die Bewohner auch keine warme Dusche und kein warmes Essen vom Herd. Ein unzumutbarer Zustand, den die Berliner viel zu lange aushalten mussten!

Wohnen in Berlin: Gas für drei Wochen abgestellt

Knapp drei Wochen lang hatten die Mieter von 24 Wohnungen im Buckower Hornblendeweg 4a/b kein Gas in ihren vier Wänden. Dabei war anfangs nur eine Woche für die Reparatur angekündigt worden. Am 18. Juli sollte alles wieder funktionieren – doch dem war nicht so. Auf Nachfrage von BERLIN LIVE antwortete die Hausverwaltung Degewo: „Leider konnte der Dienstleister wegen eines Personalengpasses den Termin nicht halten, auch andere Dienstleister waren nicht verfügbar.“

Ohne Überprüfung der Dichtheit also weiterhin kein Gas. „Degewo ist bewusst, dass die Lage vor Ort für die Mieterinnen und Mieter nicht hinnehmbar ist. Wir bemühen uns mit Hochdruck den Mangel schnellstmöglich zu beseitigen“, teilte das Unternehmen gegenüber unserer Redaktion mit. Einen Duschcontainer zur Überbrückung der Wartezeit könne man so spontan innerhalb der Urlaubs- und Festivalsaison jedoch nicht auftreiben.

Wohnen in Berlin: Hohe Anforderungen zur Prüfung

Dann folgt auch noch die nächste Hiobsbotschaft: Um das Gas wieder anstellen zu können, müsse mindestens eine Person in jeder der betroffenen 24 Wohnungen zum ausgemachten Termin zu Hause sein – klingt nach einem Ding der Unmöglichkeit. Doch die Berliner Mieterinnen und Mieter hielten zusammen. Am 31. Juli konnte die langersehnte Prüfung der Gasleitungen durchgeführt werden.


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Wie die Degewo gegenüber BERLIN LIVE bestätigte, ist der Gas-Hahn seit 18 Uhr wieder geöffnet. Der Alltag wie in früheren Zeiten mit Wasser abkochen zum Duschen und Co. hat also ein Ende. Und noch einen weiteren kleinen Lichtblick nach all dem Übel gibt es, wie ein Sprecher der Verwaltung verriet: „Degewo wird Mietminderungen gewähren, Belege für Kochplatten etc. können geltend gemacht werden.“