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Brennpunkt Berlin: Polizist enthüllt – diese Droge ist auf dem Vormarsch

Der Konsum von Drogen in der Hauptstadt steigt immer weiter an – doch welche der gefährlichen Substanzen scheint gerade im Trend zu sein?

Brennpunkt Berlin
© imago images/Olaf Wagner

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Berlin ist nicht nur die deutsche Hauptstadt, sondern auch als Drogen-Hochburg bekannt. Wer in der Metropole feiern geht, wird meist schon auf dem Weg zur Bahn nach Interesse an diversen Substanzen am Straßenrand gefragt. Doch auch mitten am Tag wird in bestimmten Gegenden getickt, was das Zeug hält.

Um den Handel und Konsum, aber auch das Gewaltpotenzial im Zaum zu halten, gibt es in Berlin seit 2020 die sogenannte Brennpunkt- und Präsenzeinheit (BPE). Die Einsatzkräfte sind konkret an den kriminalitätsbelasteten Orten der Hauptstadt unterwegs – und bekommen dabei auch mit, welche Droge gerade im Trend ist…

Brennpunkt Berlin: Diese Droge ist gefragter denn je

Timur Saglik arbeitet als stellvertretender Dienstgruppenleiter in der ersten Dienstgruppe der BPE. Neben seiner Arbeit im Büro fährt der Beamte auch regelmäßig mit seinen Kollegen raus. Dabei ist auch ihm in Sachen Drogenkonsum in den vergangenen Wochen und Monaten in Berlin etwas aufgefallen.

Brennpunkt Berlin
Timur Saglik ist Teil der Brennpunkt- und Präsenzeinheit der Polizei Berlin. Die Dienstkräfte sind an den kriminalitätsbelasteten Orten der Hauptstadt unterwegs. Credit: Berlin Live / Wengert

„Tatsächlich kann ich das jetzt nur meinem Empfinden nach beurteilen – dann ist es Crystal Meth, das gerade auf dem Vormarsch ist und verstärkt konsumiert wird“, verriet der Polizist gegenüber BERLIN LIVE. Diese Info erhalte die Einheit auch von Personen, die in den Brennpunkten der Stadt leben.

Brennpunkt Berlin: „Suchtkranke sind oft extrem verwahrlost“

Dabei haben besonders Crystal Meth und andere harte Drogen schlimme Folgen für die Konsumenten. „Die Suchtkranken sind oft extrem verwahrlost“, erklärte Saglik. Das falle nicht nur den Beamten auf, sondern auch den Anwohnern und Personen, die sich in den Parks und Gegenden in der Metropole aufhalten.

Sich um die Betroffenen zu kümmern, falle aber nicht in das Aufgabengebiet der Beamtinnen und Beamten von der Brennpunkt- und Präsenzeinheit. „Grundsätzlich sind die Streetworker dort wahrscheinlich die bessere Adresse, denn letztendlich geht es hier um suchtkranke Menschen“, erläuterte Saglik.

Brennpunkt Berlin: Streetworker setzt sich für Suchtkranke ein

Doch wie könnte man das Problem in den Griff bekommen? „Die Leute brauchen ein Angebot, wie zum Beispiel das Gesundheitszentrum am Kottbusser Tor, was in meinen Augen eine gute Einrichtung ist“, verriet Saglik. Dort haben Suchtkranke einen Ort, an dem sie ungestört konsumieren können und unter anderem auch saubere Utensilien erhalten.


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Eine erste Maßnahme, die auch Streetworker Juri Schaffranek als angemessen beurteilt. Der Sozialarbeiter hat aber noch weitere Schritte, mit denen man den Drogenkonsum in Berlin in den Griff bekommen könnte. Seine Vorschläge liest du hier.