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Clans in Berlin: Arafat Abou-Chaker verliert gegen Bushido – DAS ist die Reaktion

Arafat Abou-Chaker gilt als Chef des Abou-Chaker-Clans. Seit Jahren befindet er sich im Rechtsstreit mit Bushido. Nun gab es eine Niederlage.

Clans in Berlin
© Imago/Horst Galuschka, Imago/Olaf Wagner

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Sie waren einst beste Freunde, zumindest sah es nach außen so aus. Bushido war der berühmte Rapper, Arafat Abou-Chaker gab sich als sein zwielichtiger Beschützer. Doch seit Jahren liegen die beiden im Rechtsstreit. Es geht um die Sicherheit von Bushido und seiner Familie – und ums Geld.

Zumindest was letzteres angeht, hat das Landgericht in Berlin nun ein weitreichendes Urteil Gefällt. Bushido freut das ganze. Die Reaktion von Arafat Abou-Chaker, der in der Öffentlichkeit als Clan-Boss auftritt, aber sich dagegen wehrte, so genannt zu werden, ließ aber nicht lange auf sich warten.

Clans in Berlin: Bushido gewinnt gegen Abou-Chaker

Bereits am Mittwoch (6. September) hatte das Landgericht Berlin entschieden, dass Arafat Abou-Chaker gut 1,75 Millionen Euro plus Zinsen an seinen ehemaligen Geschäftspartner überweisen muss. Am Ende dürften dabei mehr als 2 Millionen Euro herauskommen. Bitter für Abou-Chaker: Er selbst hatte den Prozess vor fünf Jahren erst losgetreten, weil er Anteile an Bushidos Label-Einnahmen wollte. Es ging um 842.000 Euro. Bushido klagte gegen diese Forderung und wollte seinerseits Geld aus den Jahren 2016 bis 2018.


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Nach juristischem Hin und Her schaute sich das Gericht die Verträge zwischen Bushido und Abou-Chaker einmal genau an und befand, der vermeintliche Clan-Boss habe sich eine Gewinnbeteiligung fürs Nichtstun gesichert. Alle Managementverträge zwischen den beiden seien sittenwidrig und damit nichtig. Bushido hätte seinem damaligen Geschäftspartner nichts zahlen müssen, Abou-Chaker hätte keinen Anspruch auf Zahlungen.

Clans in Berlin: Bushido glücklich, Arafat stichelt

Bushido, der bürgerlich Anis Ferchichi heißt, zeigte sich am Mittwoch auf Instagram glücklich über das Urteil. „Es geht hier ums Prinzip: Jahrelang abkassiert, obwohl es rechtlich nicht in Ordnung gewesen ist“, erklärte er. „Die Vertragsgeschichten, die dort in der Vergangenheit existiert haben, sind sittenwidrig.“


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Arafat Abou-Chaker wollte das allerdings nicht auf sich sitzen lassen. Er äußerte sich in einer Instagram-Story.  Bushido habe „heut‘ gute Laune, weil er nach Jahren mal wieder ‘ne Chartplatzierung abbekommen hat. Schön, freut uns für dich“, schrieb er süffisant. Dann machte er Bushido Vorwürfe: „Redest von deutschem Recht. Zahl erstmal deine Steuern nach deutschem Recht.“ Zudem kündigte er an, den Prozess nicht nach der ersten Instanz ruhen lassen zu wollen. „Hinten sind die Enten fett“, schrieb der prominenteste Vertreter des Abou-Chaker-Clans.