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Clans in Berlin: Messerstecherei und Schüsse – Polizei muss Klinikum absichern

Am Samstagabend (24. Februar) musste die Polizei Berlin erneut im Kreuzberger Graefekiez anrücken. Es kam zu einem blutigen Streit.

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Clans in Berlin: Diese Großfamilien halten die Polizei auf Trab

Erst am vergangenen Freitag (23. Februar) standen Mitglieder der sogenannten Graefe-Jungs aus dem gleichnamigen Graefekiez in Berlin-Kreuzberg vor dem Haftrichter. Im Mittelpunkt stand dabei der Mord an den Neuköllner Maientagen. Und im gleichen Atemzug mit dem Urteil appellierte der Richter noch an die Heranwachsenden, sich künftig auf ihr Potenzial zu konzentrieren und nicht weiter auf die schiefe Bahn zu geraten.

Allzu lange haben diese Worte wohl nicht nachgeklungen. Am Samstagabend (24. Februar) kam es nämlich erneut zu Stress im polizeibekannten Kiez der Hauptstadt.

Clans in Berlin: Mitglieder gehen aufeinander los

Wie die „B.Z“ zuerst berichtete, soll es mal wieder zu einem Streit zwischen Anhängern zweier Berliner Clans gekommen sein. Dabei fing alles ganz harmlos mit einem Autounfall an. Gegen 20.30 Uhr soll ein Fahrer mit seinem Audi mehrere geparkte Autos gerammt haben, bevor er an einem Poller endgültig zum Stehen kam.

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Die Polizei Berlin musste erneut im Kreuzberger Graefekiez ausrücken. Credit: Pudwell

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Plötzlich tauchte eine Gruppe von zehn bis 15 Männern auf, die den Fahrer des demolierten Pkws offenbar erkannte – er soll bereits bei einer vorangegangenen Auseinandersetzung involviert gewesen sein. Die Situation eskalierte kurzerhand. Demnach soll ein 43-Jähriger mehrere Messerstiche am Rumpf erlitten haben, ein 19-Jähriger schwere Schläge im Gesicht und am Kopf. Einem dritten Mann, ebenfalls im Alter von 19 Jahren soll sogar in den Oberschenkel geschossen worden sein – vermutlich mit einer Schreckschusspistole.

Polizei Berlin riegelt Notaufnahme komplett ab

Die Rettungskräfte alarmierte jedoch keiner der Verletzten. Sie begaben sich ganz allein ins nahegelegene Urban Klinikum. Um dort eine weitere Eskalation zu vermeiden, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an. Mit Maschinenpistolen wurde die Notaufnahme für mehrere Stunden gesperrt und abgesichert. Alle in diesem Zeitraum eintrudelnden Notfälle mussten auf Krankenhäuser in der Umgebung umgeleitet werden.


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Die Hintergründe des blutigen Streits sind noch völlig unklar. Sämtliche LKA-Spezialisten sicherten Spuren am Tatort und stellten das beschädigte Auto sicher. Die Ermittlungen dauern an.