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Neukölln: Razzia bei Silvester-Krawallos – sie planten Angriffe auf Polizisten

In der Silvesternacht gab es vielzählige Angriffe auf Polizisten. Jetzt wurden mehrere Tatverdächtige festgenommen.

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Der Berliner Stadtteil Neukölln

Diese Merkmale machen den Berliner Stadtteil Neukölln so einzigartig.

Wer sich einen ruhigen Silvesterabend wünscht, der sollte die Hauptstadt am 31. Dezember lieber meiden. Zwar waren es zum Jahreswechsel 2023/2024 deutlich weniger Attacken als im Jahr davor, dennoch blieben die jährlichen Silvesterkrawalle in Berlin auch letztes Jahr nicht aus.

In der Silvesternacht gab es mehr als 390 Festnahmen, 720 Ermittlungsverfahren gegen die Raudies wurden eingeleitet. Noch immer ist die Polizei auf der Suche nach vielen Tätern. Jetzt hat sie bei einer Razzia in Neukölln mehrere Verdächtige festnehmen können.

Neuköllner Jugendliche festgenommen

Die Bilanz der Berliner Polizei zur Silvesternacht fiel 2024 weitaus positiver aus, als noch im Jahr davor. Von einem „normalen Silvester“ war die Rede. Doch die jährlichen Angriffe auf Einsatzkräfte blieben nicht aus. Viele Akteure wie Gewerkschaften und Tierschützer erneuerten daraufhin ihre Forderung nach einem Pyrotechnik-Verbot für den Privatgebrauch.

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In Neukölln, wo es laut Polizei zu Silvester besonders viele Ausschreitungen gibt, kam es am frühen Morgen des 4. April jetzt zu mehreren Durchsuchungen und anschließenden Festnahmen im Zusammenhang mit den Angriffen. Gegen 6:50 Uhr durchsuchte die Berliner Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft neun Wohnungen im Neuköllner Ortsteil Gropiusstadt.

Razzia in Neukölln: Das wurde gefunden

Den beschuldigten Jugendlichen in Alter von 15 bis 19 Jahren wird vorgeworfen, in der Silvesternacht 2023/2024 Molotowcocktails hergestellt zu haben, um mit diesen Polizeibeamte anzugreifen. Einer der Jugendlichen im Alter von 16 Jahren steht außerdem im Verdacht, mit einer Schreckschusspistole auf Polizisten gezielt und geschossen zu haben.


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Bei der Razzia konnten die Beamten mehrere Beweismittel sicherstellen. Zudem wurden mutmaßliche Drogen beschlagnahmt, die bei den Jugendlichen gefunden wurden. Fünf Beschuldigte wurden festgenommen und zur Erfassung der Daten mit auf die Dienstelle genommen. Wenig später aber wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern nun an.