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Brandenburg: Tote Tiere in beliebtem Spaßbad – das sind die Konsequenzen für Besucher

In Lübbenau in Brandenburg herrscht im Spaßbad Spreewelten Trauer, nachdem mehrere tote Tiere entdeckt wurden. Das Bad zog Konsequenzen.

Brandenburg
© picture alliance/dpa

Beelitz Heilstätten: So sieht der gruselige Lost Place von innen aus

Etwas außerhalb von Berlin gibt es einen schaurigen Lost Place zu entdecken. Genauer gesagt südwestlich von Potsdam im Bundesland Brandenburg. Hier, mitten im Wald, befand sich einst die größte und modernste Tuberkulose-Klinik der Welt – die Beelitzer Heilstätten. Im Jahr 1945 wurde das Krankenhaus von der Roten Armee als Militärhospital übernommen – kurz nach der Wende zogen sie ab und die Gebäude fielen mehr und mehr in sich zusammen.

Die Stadt Lübbenau liegt vor den Toren Berlins, im Spreewald in Brandenburg. Der Ort ist bekannt für seine Kahnfahrten, seine kleinen, verwunschenen Fließe, Gurken – und natürlich auch das Freizeitbad „Spreewelten“.

Aber genau dort, wo sonst Kinder und Erwachsene eine gute Zeit verbringen, gab es zuletzt einige traurige Nachrichten. Insgesamt acht Pinguine, die in einem abgetrennten Becken des Freizeitbades leben, sind verstorben. Nun beginnt die Suche nach der Ursache.

Brandenburg: Tote Pinguine in Spaßbad

Wie der „RBB“ berichtet, sind im bekannten Freizeitbad „Spreewelten“ sieben Humboldt-Pinguine an viszeraler Gicht gestorben. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die Harnsäurekristalle in den Organen ablagert.  Ein weiterer Pinguin erlag den Folgen eines Revierkampfes.

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Dieser Vorfall ist ein Schlag für das Freizeitbad, das seit 2008 die Pinguine beherbergt hat – bislang ohne derartige Zwischenfälle. Entsprechend groß sind die Bemühungen,  die Ursache der plötzlichen Erkrankung zu ermitteln. Drei unabhängige Untersuchungsanstalten arbeiten daran, Licht ins Dunkel zu bringen.

Die 26 verbleibenden Pinguine werden gründlich untersucht, einschließlich ihres Futters sowie der Überprüfung von Blut und Kot. Sie würden bislang kein auffälliges Verhalten zeigen, weitere Todesfälle seien aber nicht ausgeschlossen. Die Anlage und die technischen Kreisläufe zeigten bisher keine Auffälligkeiten. Die Pinguinanlage bleibt unter Quarantäne; Erlebnisführungen und Pinguinfütterungen sind bis auf Weiteres gestrichen.

Symptome erst wenige Tage vor dem Tod

Die Tierpfleger von „Spreewelten“ sind besonders betroffen: „Sie haben zu den Pinguinen wirklich so eine persönliche Beziehung aufgebaut, in den letzten Jahren,“ teilte Betriebsleiter Axel Kopsch gegenüber dem „RBB“ mit. Die Symptome der Krankheit, wie Appetitmangel und Humpeln, zeigten sich hierbei erst ein bis zwei Tage vor dem Tod der Pinguine. Trotz intensiver medizinischer Maßnahmen verstarben die erkrankten Pinguine kurz hintereinander.


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Seit 2008 sind die Humboldt-Pinguine eine der Hauptattraktionen im Spreewelten Bad in Lübbenau. Besucher haben die Möglichkeit, die Tiere aus nächster Nähe zu erleben. Die Anlage bietet den Pinguinen ein der Wildnis nachempfundenes Lebensumfeld. Die Tiere werden regelmäßig medizinisch überwacht, um ihr Wohlbefinden zu gewährleisten. Trotz umfangreicher Vorsorgemaßnahmen zeigen die jüngsten Ereignisse die Herausforderungen bei der Haltung von exotischen Tieren auf.

Dieser Artikel wurde teils mit maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.