Veröffentlicht inVerkehr

S-Bahn Berlin: Ab Mittwoch streikt die Bahn – das musst du jetzt beachten

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) befindet sich mit der Deutschen Bahn in Tarifverhandlungen. Jetzt rufen sie zum Streik auf.

© IMAGO/GE-Foto

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zu einem Streik aufgerufen, der den Bahnverkehr in ganz Deutschland beeinträchtigen könnte. In Berlin ist vor allem der S-Bahnverkehr betroffen.

Damit will die GDL im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn Druck ausüben. Die Bahn reagiert empört über die Streik-Ankündigung und bezeichnete die Maßnahme als „völlig unnötig“, denn vorige Woche wirkte die Stimmung zwischen den Verhandlungspartnern noch gut. Doch das soll sich jetzt ändern.

S-Bahn Berlin: Streik ab morgen

Die GDL befindet sich mit der Deutschen Bahn in Tarifverhandlungen und entscheidet sich jetzt überraschend für einen Warnstreik. Die GDL rief am Dienstag ihre Mitglieder zu einem 20-stündigen Warnstreik bei der Bahn ab Mittwochabend (15. November) auf. Die Beschäftigten der Deutschen Bahn sollen von 22.00 Uhr bis 18.00 Uhr am darauffolgenden Donnerstag die Arbeit niederlegen.


Auch interessant: BVG: Wichtige U-Bahn für einen Monat gesperrt – Das musst du jetzt beachten


In Berlin betrifft der Streik vor allem die S-Bahn, wo es laut eines Sprechers auf X (ehemals Twitter zu „massiven Beeinträchtigungen des S-Bahnverkehrs“ kommen soll. Es wird auch darauf hingewiesen, dass es bereits vor Streikbeginn und nach Streikende zu Einschränkungen im S-Bahnverkehr kommen kann.

Fahrgäste sollen in der Zwischenzeit auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Wie zum Beispiel auf U-Bahn, Bus oder Tram, denn die BVG ist vom Streik nicht betroffen.

So reagiert die Deutsche Bahn auf den Streik

Die Deutsche Bahn reagierte laut der „dpa“ empört auf die Streikpläne – eigentlich sollte am Donnerstag die nächste Verhandlungsrunde beginnen. Die Vertreter der GDL und der DB hatten sich vergangene Woche zur ersten Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag getroffen.

Da sich die Tarifverhandlungen über mehrere Stunden zogen, hat man sich dazu entschieden, weitere Gespräche auf Donnerstag zu vertagen. Doch es ist ungewiss, ob es wegen des Warnstreiks dazu kommen wird.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter / X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

„Das ist eine Zumutung für die Bahnreisenden. Dieser Streik ist völlig unnötig“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler laut einer Mitteilung am Dienstagabend. Die Lokführergewerkschaft ignoriere Absprachen und handele verantwortungslos.



Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen 555 Euro mehr pro Monat für die DB-Beschäftigten sowie eine Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3000 Euro.

Entscheidender Punkt in der Tarifverhandlung ist die Forderung nach einer Arbeitszeitreduzierung von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich.