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Berlin: 29-Euro-Ticket kommt – doch alle Brandenburger schauen in die Röhre

Während in Berlin im nächsten Sommer ein 29-Euro-Ticket eingeführt wird, platzt nun der Traum für Brandenburger.

© IMAGO/Rüdiger Wölk

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Der Berliner ÖPNV der BVG und S-Bahn ist das Rückgrat des Hauptstadtverkehrs. Mit seinen zahlreichen Bussen, Trams und Bahnen fahren tagtäglich unzählige Menschen auf die Arbeit, zu Freunden oder zum Einkaufen.

Ab Mitte 2024 haben Hauptstädter sogar die Möglichkeit, ein günstiges 29-Euro-Ticket zu erwerben. Auch Brandenburger träumten von einer solchen Option, müssen nun aber die Hoffnung aufgeben.

Berlin im Glück, Brandenburg im Pech

Des einen Freud – des anderen Leid. Während das Land Berlin im Sommer 2024 ein 29-Euro-Ticket einführt, mit welchem die Menschen noch günstiger durch die Stadt fahren können, gab es für ähnliche Bestrebungen in Brandenburg nun eine Absage. Im Berliner Umland wird ein solches Ticket also nicht eingeführt.

Der brandenburgische Verkehrsminister Rainer Genilke (CDU) sprach davon, dass „im ländlichen Raum ein günstiges Ticket nicht [ausreicht]“. Er hat einen anderen Ansatz, um den ÖPNV in seinem Bundesland attraktiver zu gestalten: „Es kommt vielmehr darauf an, eine gute ÖPNV-Versorgung zur Verfügung zu stellen“, erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Genilke möchte sich auf ganz Brandenburg konzentrieren

Doch damit wollten sich nicht alle Beteiligten in Brandenburg zufriedengeben: Einige Landräte hatten die Idee geäußert, zumindest das Berliner Umland der Tarifzone C in das Berliner 29-Euro-Ticket zu integrieren. Doch auch für diese Option ist Genilke nicht zu begeistern. Der 55-Jährige erläuterte hierzu, dass er „eine Verantwortung für ganz Brandenburg“ besitze.

Aus seiner Sicht würde diese Alternative für Ärger in den Teilen des Bundeslandes sorgen, die nicht an den C-Bereich angegliedert sind. Dort würde das ÖPNV-Angebot weiter leiden, weil benötigte Investitionsmittel dann fehlen.


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Nach dieser klaren Absage dürfte wohl für alle Brandenburger klar sein, dass das 29-Euro-Ticket nicht kommen wird. Vielleicht ergibt sich aber in Zukunft eine gute Alternative, die ganz Brandenburg integriert.