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BVG: Grüne und CDU einig – hat dieses Projekt keine Chance mehr?

In der Berliner Politik wird aktuell ein Ticket für BVG und S-Bahn hinterfragt – für das im April eigentlich der Vorverkauf starten sollte.

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BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Der Öffentlicher Personennahverkehr ist für viele Berliner unverzichtbar. Die meisten Menschen nutzen in der Hauptstadt die Busse und Bahnen der BVG. Aus diesem Grund ist es unglaublich wichtig, dass die Tickets im ÖPNV für alle bezahlbar bleiben.

Im April wollte Berlin nun mit dem Vorverkauf für ein spezielles Ticket beginnen, dass für viele BVG-Kunden in der Hauptstadt ein echter Segen gewesen wäre. Jetzt wird dieses Projekt aber von allen Seiten hinterfragt.

Ticket für BVG und S-Bahn Berlin steht in der Kritik

Die Berliner Grünen haben die schwarz-rote Regierungskoalition im Abgeordnetenhaus dazu aufgefordert, auf das umstrittene 29-Euro-Ticket für den Berliner ÖPNV zu verzichten. Als Grund führten sie aktuelle Sparzwänge an. Im Doppelhaushalt für die Jahre 2024/2025, den das Parlament im Dezember verabschiedet hat, gibt es eine erhebliche Finanzierungslücke. Hinzu kommt, dass das sogenannte „Deutschland-Ticket“ mit seiner größeren Reichweite ein deutlich besseres Angebot darstellt.

+++ BVG und S-Bahn Berlin: Nach langem Hickhack – 29-Euro-Ticket vor dem Aus? +++

Die SPD hatte im Wahlkampf vor der Wiederholung der Abgeordnetenhauswahl 2023 für die Einführung des nur in Berlin gültigen 29-Euro-Tickets geworben. Aus der CDU hatte es zuletzt angesichts der angespannten Haushaltslage Kritik daran gegeben.

Verkehrssenatorin Manja Schreiner erklärte jüngst, dass es noch offen sei, ob das berlinweite 29-Euro-Ticket tatsächlich zum 1. Juli kommt. „Sie wissen, dass es bestimmte Zwänge gibt“, sagte Schreiner am 7. März bei der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus. „Ich kann dazu aber nur sagen: Das Berlin-Abo ist im Koalitionsvertrag festgelegt.“

„Ein erster Schritt wäre es, in diesem Zug das 29-Euro-Ticket zu stoppen“

„Der Senat muss zumindest den Rahmen für einen Nachtragshaushalt festlegen, damit das Parlament die Sparpläne der Koalition bewerten und Betroffene wie Bezirke und soziale Träger wissen, woran sie sind und planen können“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzender Werner Graf der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Ein erster Schritt wäre es, in diesem Zug das 29-Euro-Ticket zu stoppen.“


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Inwiefern das Berliner 29-Euro-Ticket nun kommt oder nicht, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. (mit dpa.)