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BVG: Neue Straßenbahn-Linie – DIESE zwei Bezirke werden jetzt verknüpft

Die BVG will Ost- und Westberlin mit neuen Tramlinien immer mehr verbinden. Erst kam die M10, doch jetzt folgt schon ein neues Projekt.

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© IMAGO/A. Friedrichs

BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

In Berlin ist eines der Hauptverkehrsmittel für viele die U- oder S-Bahn. Fast kein anderes öffentliches Transportmittel ist so zuverlässig und bringt die Fahrgäste so schnell vom Start- zum Zielpunkt.

Das hat auch mit dem wenig erschlossenen Tram-Netz- zu tun. 1967 setzte im damaligen Westberlin die letzte Straßenbahn ihre Fahrt an. Der Grund: Die Tram galt damals als unmodern. Man wollte „mit Paris und London Schritt halten. Und die – so der Trend – verlegen ihre Straßenbahnen unter die Erde, machen eine U-Bahn daraus“, erklärt der MDR.

BVG: Neue Linie verbindet Ost- und West-Berlin

Anders sah es dagegen in Ost-Berlin aus. Hier wurde ab den 1970er-Jahren stark auf die oberirdische Schiene gesetzt. Dafür wurden viele neue Strecken gebaut und „moderne Fahrzeuge aus der Tschechoslowakei“ in Betrieb genommen, so das Stadtmuseum Berlin auf seiner Homepage.


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Bis heute hat sich an diesem zwiegespaltenem Verhältnis zwischen Ost und West wenig getan. Doch das soll sich nun ändern: Wie die „BZ“ berichtet, hat der Senat den Bau einer neuen Tram-Linie beschlossen. Sie soll den Ost-Berliner Ortsteil Treptow mit dem West-Berliner Bezirk Neukölln verbinden.

So viel kostet die neue Tram-Linie

Insgesamt standen zwei Streckenführungen zur Auswahl. Die erste Option sollte 4,2 Kilometer lang sein und von der Hackelstraße bis zum Zwickauer Damm führen. Die zweite Option war eine verlängerte Führung bis zur Johannisthaler Chaussee. Diese umfasst 6,2 Kilometer.

Der Senat entschied sich letztlich für die längere Variante. Zwar boten beide eine Anbindung an die U7, doch einerseits kann auf diese Weise „die Großsiedlung Gropiusstadt (…) voll erschlossen“ werden und andererseits bietet die längere Strecke mehr Umsteigemöglichkeiten zu den Stadtbussen, so die „BZ“. Zudem wird es so in Zukunft möglich, die Linie Richtung Buckow/Marienfelde zu verlängern.


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Die neue Linie soll zunächst elf Haltestellen umfassen und nach aktuellen Prognosen 119 Millionen Euro kosten. Die Inbetriebnahme kann voraussichtlich 2029 stattfinden, allerdings muss die BVG nun aber zuerst genaue Pläne erarbeiten. Hierfür werden ihr sechs Millionen Euro zur Verfügung gestellt.