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BVG: Verzögerungs-Wahnsinn – Zukunftsprojekt kommt seit 30 Jahren nicht in Fahrt

Die BVG verbindet in Berlin mit einer ganzen Reihe Verkehrsmittel A und B. Doch an einer zentralen Stelle herrscht Uneinigkeit.

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BVG: Mit den Berliner Öffis durch den Großstadt-Dschungel

Egal ob mit U-Bahn, Bus oder Tram – die Berliner Verkehrsbetriebe bringen jährlich über 700 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel.Dafür muss man ganz schön gut vernetzt sein.

Die BVG betreibt in Berlin eine ganze Reihe von Verkehrsmitteln. Neben den berühmten U-Bahn-Linien bringt das Unternehmen seine Passagiere auch mit Bussen, Straßenbahnen und sogar per Fähre ans Ziel.

Am Streckennetz von Bus und Bahn sehen viele Menschen in der Hauptstadt Verbesserungsmöglichkeiten. Immer wieder werden auch Projekte in Angriff genommen – kommen dann aber mitunter erheblich ins Stocken. Wie auch dieses Tram-Vorhaben.

Wird diese BVG-Strecke jemals kommen?

Knapp drei Jahrzehnte ist es her, dass es in Berlin erste Pläne für eine neue Tram-Linie gab. Die Fahrzeuge der BVG sollen demnach den Alexanderplatz mit dem Potsdamer Platz verbinden. Die U2 tut das bereits – doch eine Straßenbahn auf der Leipziger Straße könnte viele Vorteile bieten.

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Bei dem Zukunftsprojekt geht es um eine rund vier Kilometer lange Neubaustrecke mit neun Haltestellen. Dabei wäre etwa ein Umstieg in die U6 und die U2 möglich. Außerdem wäre das Kulturforum mit seinen Museen und der Staatsbibliothek noch besser angebunden. Rund 40.000 Fahrgäste würde die BVG je nach Teilstück erwarten, berichtete die „Berliner Zeitung“.

Ausbau stockte schon mehrfach

Das Vorhaben rund um das BVG-Netz wurde schon 1996, 2001 und 2013 ernstlich in Angriff genommen. Laut dem Bericht des Blattes seien die Planungen senatsintern jedoch immer wieder angehalten worden. Hauptproblem sei dabei der dichte Autoverkehr auf der mehrspurigen Leipziger Straße gewesen. Sie ist eine wichtige Ost-West-Verkehrsader.



Die Befürchtung ist, dass zusätzliche Tramschienen zum Verkehrs-Chaos führen könnten. Zurzeit läuft der sogenannte Masterplan Mitte, ein Ideenkonzept, wie es im Zentrum weitergehen soll.

Und das will der schwarz-rote Senat wohl abwarten, was die Opposition auf die Barrikaden bringt. „Krass! Senatorin Bonde erklärt der Tram Leipziger Straße für diese Legislatur das Aus. Sie will das Masterplanverfahren Mitte abwarten. Das läuft aber bis 2026“, schrieb die Berliner Abgeordnete Antje Kapek (Grüne) auf dem Kurznachrichtendienst X. Damit wäre das BVG-Langzeitprojekt vorerst mal wieder vom Tisch.

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