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Flughafen BER abgelöst – DIESER Airport-Bau dauerte noch länger!

Ganze 24 Jahre dauerte es, bis am Flughafen BER endlich Flugzeuge abhoben. Doch es geht ganz offensichtlich auch noch langsamer.

© Imago/Schöning, Imago/Xinhua

Flughafen BER: Das ist Berlins Chaos-Airport

Die Bauphase des Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist mit dem Wort zäh noch sehr nett beschrieben. Schon in den 1990ern begann die Planungsphase, am 5. September 2006 erfolgte dann der erste Spatenstich in Schönefeld, im Süden Berlins.

Auch wenn der Flughafen BER inzwischen ziemlich gut funktioniert und jedes Jahr viele Millionen Passagiere an ihre Ziele in aller Welt bringt, haftet ihm ein schlechtes Image an. Schuld daran sind nicht nur Startschwierigkeiten im Betrieb – sondern vor allem davor. Denn bis endlich Eröffnung gefeiert werden konnte, gingen viele Jahre und mehrere geplatzte Termine ins Land.

Ganze 24 Jahre dauerte es von der Standortfestlegung, bis im Herbst 2020 endlich der Betrieb am Berliner Flughafen aufgenommen werden konnte. Doch nun wurde ein Flughafen fertiggestellt, bei dem es noch länger gedauert hat: der Agostinho Neto-Airport in Angolas Hauptstadt Luanda.

Flughafen BER: So lange dauerte der Bau

Wie lange die Planungen für den Flughafen BER bereits zurückliegen, haben sicher nur die wenigsten auf dem Schirm. Im Jahr 1996 entschied man sich (übrigens bereits nach längerem Ringen) für den Standort in Schönefeld. Von da an gingen 24 Jahre ins Land, bis der erste Linienflug im Oktober 2020 während der Corona-Pandemie abheben konnte.

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Zuvor machte der Flughafen BER bundesweit Schlagzeilen mit Missmanagement, verkorksten Entrauchungsanlagen und vielen Eröffnungsterminen, die doch verschoben werden mussten. Für besonderen Spott sorgte die Brandschutztechnik, für die zeitweise sogar über eine „Mensch-Maschine-Lösung“ nachgedacht wurde. Mitarbeiter sollten Feuerlöscher und Brandschutztüren manuell betätigen. Doch dazu kam es glücklicherweise nicht.

Angola überholt Berliner Flughafen

Doch in Angola hat es nun noch länger gedauert. 1997 haben dort die Planungen begonnen – und auch hier sind mehrere Eröffnungstermine geplatzt. Erst stellte man die Jahre 2015 und 2016 in den Raum, dann das Jahr 2017 und das BER-Jahr 2020. Der Bau musste im Jahr 2009 gar einmal gestoppt werden, weil Angola die Zahlungen an den chinesischen Baukonzern China International Fund nicht leisten konnte. Der war übrigens vorwiegend mit chinesischen Arbeitern vor Ort und nahm mindestens 2,5 Milliarden Euro für den Flughafen.


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Der bisherige Flughafen von Luanda soll künftig nur noch für Privat- und Sonderflüge geöffnet haben. Der Umzug auf den neuen Agostinho Neto-Airport soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Er hat eine Kapazität von bis zu 15 Millionen Passagieren. Auch die Lufthansa soll ihn anfliegen – vielleicht ja vom Flughafen BER.

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