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S-Bahn Berlin: Lokführer-Streik – kann die BVG aushelfen?

Die Lokführer der Bahn streiken am Freitag. Das betrifft auch die S-Bahn Berlin. Kann die BVG die Menschenmassen abfangen?

© IMAGO/Sabine Gudath

Deutsche Bahn: Die Geschichte des deutschen Eisenbahnkonzerns

Freitagmorgen, viele Menschen in der Hauptstadt wollen zur Arbeit. Doch die S-Bahn Berlin wird bestreikt! Ebenso wie der Regional- und Fernverkehr. Zahlreiche Lokführer haben nach dem Aufruf der GDL ihre Arbeit niedergelegt. Bis zum späten Freitagabend (8. Dezember) werden nur wenige Züge fahren.

Deutsche Bahn und S-Bahn Berlin haben einen Notfahrplan erstellt, um wenigstens die notwendigsten Verbindungen abzudecken. Doch das reicht hinten und vorne nicht. Auch deshalb verweist die Berliner S-Bahn auf X (ehemals Twitter) auf die öffentlichen Verkehrsmittel der BVG. Dort dürfte es ziemlich voll werden.

S-Bahn streikt, kann die BVG das auffangen?

Im Notfahrplan der Berliner S-Bahn auf den Strecken, auf denen es laut Bahn „kaum Alternativen zur S-Bahn gibt“ ein 20-Minuten-Takt eingerichtet. Dabei geht es vor allem um die Randbereiche der Linien S3, S46, S9 und S5. Ob der aber auch eingehalten werden kann, hängt vom Fahrgast-Aufkommen ab.

+++ S-Bahn streikt in Berlin: Super nervig, darum muss es trotzdem sein +++

Entsprechend werden viele Berlinerinnen und Berline auf die Trams, Busse und U-Bahnen der BVG ausweichen. Schließlich sind an Werktagen sonst rund 1,3 Millionen Menschen mit der S-Bahn in der Hauptstadt unterwegs. Die BVG weiß um den kommenden Ansturm. „Fahrgäste sollten sich trotzdem auf vollere Fahrzeuge und längere Wartezeiten einstellen“, heißt es in einer Mitteilung.

BVG will Angebot „wo es möglich ist“ anpassen

Ein bisschen gegensteuern will man an diesem Streik-Freitag trotzdem. In der Mitteilung heißt es weiter: „Die BVG wird, wo es möglich ist, ihr Angebot anpassen.“ Doch große Erweiterungen des Angebots sind nicht zu erwarten. Die BVG ächzt bereits seit einer Weile unter großen Personal-Engpässen. Erst im November konnte die U8 wegen eines hohen Krankenstands nicht im üblichen Takt fahren.


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Wer also am Freitag die streikende S-Bahn mit der BVG umfahren will, muss auf jeden Fall ein bisschen mehr Zeit mitbringen. Zum nächsten Berufsverkehr am Montagmorgen sollte dann aber alles wieder nach Takt fahren.