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Wetter in Berlin & Brandenburg: Plage in Gewässern geht weiter – SIE konnten bisher noch nicht ausgerottet werden

In den Gewässern von Berlin und Brandenburg fühlen sich bei dem aktuellen Wetter auch ein paar ziemlich nervige Plagegeister pudelwohl.

Wetter in Berlin & Brandenburg
© IMAGO/Funke Foto Services

Wie du dich bei einem Unwetter richtig verhältst

Immer wieder toben starke Unwetter über Deutschland. Wer die Wetterlage auf die leichte Schulter nimmt, kann sich großen Gefahren aussetzen. Wir zeigen dir, wie du dich bei Unwettern richtig verhältst.

Das Wetter in Berlin & Brandenburg ist in den letzten Wochen immer wieder ziemlich warm und vor allem sonnig gewesen. Auch wenn die sommerlichen Tage bei den Menschen in der Hauptstadt ziemlich gut ankamen, bei den Klima-Experten war dem nicht so. Schon seit geraumer Zeit warnen sie, dass die Temperaturen im Schnitt zu warm für die aktuelle Jahreszeit sind.

Auch dem ein oder anderen Exoten der Tier- und Pflanzenwelt scheint das aktuelle Klima gut zu bekommen. Immer wieder kommt es vor, dass sich invasive Arten in Berlin und Brandenburg breitmachen. Seit einigen Jahren können Menschen in der Hauptstadt auch ein ganz besonderes Krabbeltier beobachten, das es sogar schon in die Kopftöpfe ausgewählter Restaurants geschafft hat.

Das Wetter in Berlin und Brandenburg scheint diesen Plagegeistern zu gefallen

Wer in den letzten Jahren in Berlin und Brandenburg am Berliner Landwehrkanal unterwegs war, dem dürfte der Rote Amerikanische Sumpfkrebs vielleicht schon einmal über den Weg gekrabbelt sein.

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Obwohl die Tiere eigentlich im Süden der Vereinigten Staaten und in Nordmexiko zuhause sind, haben sie sich in den letzten Jahren auch massiv in den Gewässern von Berlin und Brandenburg breitgemacht.

Es wurden schon junge Aale ausgesetzt, um die Krebse einzudämmen

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, konnte diese eingewanderte Sumpfkrebsart bislang nicht eingedämmt werden. Obwohl auf die Viecher in den letzten Jahren verstärkt gemacht wurde, sind sie aus Berliner Gewässern keineswegs verschwunden.

Als möglichen Grund hierfür nannte Derk Ehlert (Wildtierexperte von der Umweltverwaltung) gegenüber der dpa, dass eine „ausschließlich mit Reusen vorgenommener Fang“ in den meisten Fällen „nur einer geringen Bestandsreduzierung“ führe.

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Insbesondere junge Krebse seien mit dieser Fangmethode kaum zu entnehmen. In verschiedenen Gewässern würden daher bereits seit einigen Jahren junge Aale ausgesetzt, die auch Sumpfkrebse fressen. Bislang werde dies aber vor allem in Gewässern mit Zu- und Abläufen umgesetzt, die den Aalen eine Wanderung ermöglichten.

Der Allesfresser hat große Auswirkungen auf die Artenzusammensetzung

Ein Monitoring des Fischereiamts hatte im Jahr 2022 in Berlin 31 nachgewiesene Vorkommen des Sumfkrebses ergeben. Darunter sind etwa der Teltowkanal, die Unterhavel und der Landwehrkanal. An bisherigen Hotspots – Gewässer im Britzer Garten und im Tiergarten – wurden demnach voriges Jahr rund 840 Kilo Sumpf- und Kamberkrebse gefangen.

Als Allesfresser hat der Sumpfkrebs laut Senatsverwaltung „ernsthaft nachteilige Auswirkungen“ auf Amphibien, Gewächse und Wirbellose und die gesamte Artenzusammensetzung eines Gewässers.


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Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs landete in der Vergangenheit auch schon als Delikatesse auf den Tellern von Berliner Restaurants. Doch ausgerottet ist er noch immer nicht. (mit dpa)