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Clubs in Berlin: Hamas-Symbol aufgetaucht – auch an anderen Orten

In Berlin wurde die Fassade eines international bekannten Technoclubs mit einem Hamas-Symbol beschmiert. Darum soll es diesen Club getroffen haben.

Berlin
© IMAGO/F. Anthea Schaap

Berlin: Die Hauptstadt der Clubs

Berlin und sein Nachtleben gehören einfach zusammen. Die zahlreichen Clubs ziehen jedes Jahr tausende von Touristen in die Hauptstadt. Damit sind sie ein nicht zu unterschützender Wirtschaftsfaktor.

In den letzten Monaten gab es wohl kaum ein Thema, das die Berliner so emotional beschäftigt hat, wie der Krieg in Israel und Palästina. Neben zahlreichen friedlichen Demos kam es in der Hauptstadt zuletzt auch zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Wie nun bekannt wurde, soll nun einer der bekanntesten Clubs von Berlin Opfer einer antisemitischen Farbattacke geworden sein. Der Club steht wohl zusammen mit einer Reihe anderer Kultureinrichtungen auf einer internationalen Prangerliste.

Fassade von Berliner Club mit Hamas-Symbol beschmiert

Das About Blank am Markgrafendamm in Berlin-Friedrichshain zählt seit Jahren zu den bekanntesten Techno-Clubs der Stadt. Der Club wird dem israelnahen „anti-deutschen“ Spektrum zugeordnet und soll in der Vergangenheit schon häufiger wegen seiner Haltung zum Nahostkonflikt attackiert worden sein. Auch der aktuelle Farbangriff dürfte hiermit zusammen hängen.

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Wie der „Tagesspiegel“ berichtet soll an der Gebäudefassade ein rotes Dreieck oberhalb des Eingangs gesprüht worden sein. Ein Symbol, das seit dem 7. Oktober 2023 auch schon in Videos der Terrororganisation Hamas verwendet wurde, um Angriffsziele zu markieren. Das rote Dreieck soll in der Vergangenheit auch schon anderen Orten wie dem Hermannplatz in Neukölln gesichtet worden sein, wo es auf einen Skulpturensockel gesprüht worden war.

Boykottliste von pro-palästinensischen Aktivisten

Im November hatten pro-palästinensischen Aktivisten eine Boykottliste verbreitet, auf der neben dem About Blank auch die Berliner Volksbühne oder das Gorki-Theater stehen sollen. Insgesamt sollen mehrere hundert Kultur- und Bildungsinstitutionen aus dem In- und Ausland hier aufgezählt werden.


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Auch die Universität der Künste, die Akademie der Künste und das Humboldt-Forum sollen laut dem Tagesspiegel als „prozionistisch“ bezeichnet worden sein. Um auf dieser Liste zu landen, soll es angeblich schon reichen, sich öffentlich um die Opfer des Hamas-Terrors zu trauern.