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Berlinale-Beben: Macher verkünden drastische Einschnitte – besonders diese Film-Fans leiden

Bei der Berlinale werden zukünftig deutlich weniger Filme gezeigt. Ein Sektor wird beim Filmfestival 2024 komplett wegfallen.

© imago/STPP

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Bittere Kunde für Fans der Berlinale. Das größte deutsche Filmfestspiel muss zukünftig mächtig sparen und hat deshalb den Rotstift angesetzt. Wie die Verantwortlichen am Dienstag (11. Juli) mitteilten, werden bei der Berlinale 2024 deutlich weniger Filme gezeigt als noch bei der diesjährigen Ausgabe.

Dabei pumpt der Bund auch im nächsten Jahr viele Millionen Euro in das international hoch angesehene Kulturfestival. Das Problem sei ein anderes.

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Berlinale-Beben: Weitere Einschnitte geplant

„Kulturinstitutionen und Festivals sind – wie auch viele andere gesellschaftliche Bereiche – bei gleichbleibenden Budgets von erheblichen Kostensteigerungen betroffen“, erklärten die Berlinale-Spitzen Mariëtte Rissenbeek und Carlo Chatrian. Deshalb seien Einsparungsmaßnahmen unumgänglich. Rissenbeek teilte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit, dass auch in den Folgejahren Maßnahmen notwendig seien. „Eine genaue Bezifferung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.“

Die Zahlen für die nächste Ausgabe haben es in sich. So sollen bei der 74. Berlinale (15. bis 25. Februar 2024) nur noch etwa 200 Produktionen die große Bühne des Filmfestivals genießen können. In diesem Jahr waren es noch 287. Die Maßnahme betreffe mit Ausnahme des Wettbewerbs alle Sektionen.

Auf diese Berlinale-Sektion müssen Fans verzichten

Besonders hart trifft es die Fans von „Perspektive Deutsches Kino“ mit deutschen Nachwuchsfilmen oder „Berlinale Series“ zu Serienproduktionen. Diese Sektion soll den Einsparmaßnahmen komplett zum Opfer fallen.


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Satte 11,1 Millionen Euro hat der Bund nach Angaben aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) für die Unterstützung der Berlinale 2024 eingeplant. Das sind 400.000 Euro mehr als noch 2023 (ausgenommen ein Extra-Bonus von rund 2,2 Millionen Euro, unter anderem wegen der Folgen von Corona). Doch die steigenden staatlichen Zuwendungen reichen offenbar nicht. Eine Berlinale-Sprecherin verriet, dass das Filmfestival rund zwei Drittel ihres Etats selber erwirtschafte. Die wachsenden staatlichen Zuwendungen allein würden die steigenden Kosten nicht komplett abdecken. Daher seien die Maßnahmen unausweichlich.