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Berlinale: Schauspieler fordert nach AfD-Einladungen – „Macht es doch einfach“

Die Einladung zweier AfD-Politiker zur Berlinale sorgt seit Tagen für einen Shitstorm. Jetzt mischt sich ein Schauspieler ein. Mit klarer Meinung.

© IMAGO/APress, IMAGO/snapshot

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Am Donnerstag (15. Februar) ist es wieder so weit: Die Internationalen Filmfestspiele in der deutschen Hauptstadt gehen los. Das bedeutet Stars, Sternchen und Glamour!

Doch schon jetzt gibt es den ersten Skandal: Seit dem Bekanntwerden der Einladung zweier Berliner AfD-Politiker hagelt es Kritik für die Organisatoren der Veranstaltung. Nun mischt sich auch ein bekannter Schauspieler ein. Er sieht für das Problem eine einfache Lösung.

Berlinale: Filmschaffende protestieren

Der Protest aus der Filmbranche ist deutlich zu spüren. Bereits im Vorfeld haben sich im Rahmen eines offenen Briefs Filmschaffende im dreistelligen Bereich gegen die Einladung von Kristin Brinker (AfD) und ihrem Parteikollegen Ronald Gläser ausgesprochen. Verhindert wurde sie trotzdem nicht.

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Nun äußert sich Schauspieler Julius Feldmeier (Babylohn Berlin, Tatort) auf Instagram zu der aktuellen Debatte. Er schreibt, dass sich bereits zahlreiche Kollegen mit der Frage an ihn gewandt haben, ob man überhaupt noch zur Eröffnung der Berlinale gehen könne und wenn ja, wie man um ein schlechtes Gewissen herum komme.

„Es gibt kein Zeichen außer man setzt es“

Für ihn gibt es hier zwei Möglichkeiten: „Geht doch einfach mal nicht hin. Es ist doch wirklich scheißegal, ihr verpasst nichts“, erklärt Feldmeier in seiner Story. Es gäbe kein Zeichen außer man setzt es. Und wenn der Saal leer bleibe, wäre das genau die Art Zeichen, die es im Moment brauche. Ziel wäre dabei nicht, der Berlinale „aktiv schaden zu wollen. Es geht um die Botschaft“, so der 37-Jährige.

„Wenn Politiker*innen bei AfD-Reden kollektiv den Saal verlassen, feiern wir das doch auch. Macht es doch einfach mal.“

Feldmeier appelliert an Gemeinschaft

Option zwei richtet sich an diejenigen Filmschaffenden, die trotz des Skandals zur Eröffnung des Filmfests gehen wollen. Das sei ohne schlechtes Gewissen möglich, wenn man sich organisiert. „Sollten diese beiden Faschomenschen wirklich im Saal sitzen, ruft ihr gemeinsam so lange Sprechchöre, bis die beiden gehen müssen. Ciao.“


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Für Feldmeier ist klar, dass es auch jetzt, wo das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, noch viele Optionen gibt, um gegen Rechts aufzustehen. Wichtig ist für ihn dabei nur: „Einfach mal kollektiv was machen und sich verhalten“, statt alles widerwillig hinzunehmen.