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Friedrichstraße würde sich komplett verändern: DAS plant Berlins Kultur-Senator mit der „Galeries Lafayette“

Die Friedrichstraße sollte einst als Shopping-Meile mit dem Ku’damm mithalten. Doch dieser Vorschlag könnte sie für immer verändern.

Friedrichstraße Galeries Lafayette
© IMAGO/Chris Emil Janßen

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Die Friedrichstraße sollte einst dem Ku’damm im Westen Berlins als poshe Einkaufsmeile Konkurrenz machen. Doch bereits seit vielen Jahren ist vom „Sterben der Friedrichstraße“ die Rede. Der Einzelhandel hatte schon vor der Corona-Pandemie seine Probleme. Der Onlinehandel und neue Malls entwerteten die Friedrichstraße. Vielerorts fällt der Leerstand ins Auge.

Nun gibt es aber aus der Berliner Politik Vorschläge für eine neue Friedrichstraße. Doch die würde das Gesicht komplett verändern. Denn eine bislang zentrale Anlaufstelle für Shopping-Touristen müsste dafür weichen.

Kommt die Berliner Landesbibliothek an die Friedrichstraße?

Der Vorschlag kommt aus der Senatsverwaltung für Kultur. Senator Joe Chialo (CDU) spricht von einer „einmaligen Chance“ und einem „starken Zeichen des Aufbruchs für Berlin“. Konkret schlägt er vor, die dringend benötigte neue Berliner Zentral- und Landesbibliothek im Quartier 207 (Q207) unterzubringen. Bereits seit Jahrzehnten wird nach einem geeigneten Standort gesucht. Bislang ohne durchschlagendes Ergebnis.


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Chialo stellt die Nachbarschaft zum „Humboldt Forum, der Humboldt-Universität und zu herausragenden Leuchttürmen Berliner Kultur, wie der Staatsoper Unter den Linden“ heraus. Dieser Ort sei für alle Berlinerinnen und Berliner gut erreichbar und für die Anrainer ein absoluter Gewinn.

Und das Q207 in der Friedrichstraße hätte einen weiteren Vorteil. Chialo: „Das Gebäude hat die richtige Größe, wäre schneller bezugsfertig und zudem deutlich nachhaltiger als ein jahrelanger, kostenintensiver Neubau.“ Zudem würde eine Umnutzung im Gegensatz zum Neubau rund 64 Prozent CO2 einsparen. In Zeiten der voranschreitenden Klimakrise kein unwichtiger Punkt.

Bibliothek statt „Galeries Lafayette“ an der Friedrichstraße

Aktuell steht das Q207 allerdings nicht komplett leer. Das einstige Herzstück der schicken Friedrichstraße, die „Galeries Lafayette“ hat hier ihren Sitz. Laut Senator Joe Chialo soll die aber im kommenden Jahr ausziehen. Das würde Platz für die Landesbibliothek machen – und die Straße komplett verändern. Schließlich würde eine echte Shopping-Institution weichen.

Volker Heller, Generaldirektor der Berliner Zentral- und Landesbibliothek ist von Chialos Vorschlag jedenfalls überzeugt. „Das ist eine Jahrhundertchance für Berlin“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.


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Das Quartier 207 wurde 1996 an der Friedrichstraße erbaut. Es verfügt über 4 Unter- und 7 Obergeschosse und eine Nutzfläche von 35.000 Quadratmetern. Die Nutzung als Landesbibliothek wäre laut der Berliner Kulturverwaltung nach kurzem Umbau ab 2026 möglich. Ein Neubau würde hingegen erst 2035 stehen.