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Kaufland: Bauernproteste eskalieren! Landwirt packt aus, was der WIRKLICHE Plan ist

In der Nacht auf Donnerstag (8. Februar) ging im Zentrallager von Kaufland nichts mehr. Bauern blockierten Zu- und Ausfahrt.

© IMAGO/Bihlmayerfotografie

Kaufland: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Lebensmittel-Einzelhandelskette Kaufland wurde 1968 gegründet und hat seinen Hauptsitzt im baden-würrtembergischen Neckarsulm. Die Kaufland Stiftung und Co. KG gehört genau wie der Discounter Lidl zur Schwarz Gruppe. Kaufland beschäftigt insgesamt 132.000 Mitarbeiter.

In der Nacht auf Donnerstag (8. Februar) stand im Zentrallager von Kaufland alles still. Verantwortlich dafür waren Bauernproteste, die mit 120 Traktoren den Standort in Möckmühl in Heilbronn lahmlegten. Jetzt machte ein Sprecher der Landwirte öffentlich, was der wirkliche Plan hinter dem Protest sei.

Kaufland: Für Lieferanten ging gar nichts mehr

Über mehrere Stunden hatten rund 120 Traktoren, organisiert von der Initiative „Freie Bauern“, die Zufahrt zum Zentrallager von Kaufland in Möckmühl blockiert, das berichtet der „swr“. Hier ging gar nichts mehr für Lieferanten. Weder etwas bringen noch etwas abholen konnte man, das bestätigte die Polizei. Gegen drei Uhr in der Nacht zogen sich die Bauern dann zurück, auf Bitten der Polizei.

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Für die Bauern lief die Protestaktion nach Plan. Bereits in der Nacht war man mit einem Vertreter von Kaufland ins Gespräch gekommen. Außerdem habe Kaufland die Zusage für einen runden Tisch gegeben. Der genaue Termin stehe allerdings noch nicht fest, sagte Marcel Herkner, ein Sprecher der Initiative „Freie Bauern“.

Kaufland: Das fordern die Bauern

Im Fokus standen nicht etwa, wie zuletzt, Subventionen beim Agrar-Diesel. Für die Landwirte gehe es inhaltlich darum, dass es eine Herkunftsbezeichnung, gleiche Produktionsstandards und mehr regionale Ware in den Läden geben soll. „Wir wollen eine transparente Preisgestaltung, dass wir nicht unter Produktionspreisen verkaufen“, so Herkner.

Kaufland teilte auf Anfrage vom „swr“ mit, dass es wichtig sei, dass die deutsche Landwirtschaft im europäischen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig bleibe. Die Partnerschaft von Kaufland mit Lieferanten und Landwirten solle immer fair und verlässlich sein. Dass die Preisgestaltung ein sensibles Thema ist, dessen ist sich Kaufland bewusst. Die Supermarkt-Kette sei den Bauernprotesten in der Nacht immer gesprächsoffen und deeskalierend gegenüber getreten.


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Marcel Herkner, der selbst im Weinbau tätig ist, ist jetzt gespannt, was bei den Gesprächen mit Kaufland herauskommt. Die Protestaktionen der Bauern fanden nicht nur in Möckmühl statt. Es gab vergleichbare Blockaden an weiteren Standorten, etwa im Schwarzwald-Baar-Kreis. Ebenso waren Logistikzentren von Edeka, Netto und Lidl betroffen.