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Manuel Neuer: Bleibt er die Nummer eins? Ex-Torwart haut auf den Tisch – „Unter aller Kanone“

Im DFB-Team ist eine Debatte um Manuel Neuer entfacht. Jetzt spricht ein Ex-Torwart Klartext, wer die Nummer ein bei der EM sein sollte.

u00a9 imago (Montage)

Das ist der DFB-Kader für die EM 2024

Das ist der Kader, mit dem Bundestrainer Julian Nagelsmann die Heim-EM 2024 angehen wird.

Über kaum einen Nationalspieler wurde in den vergangenen Tagen und Wochen so viel geschrieben und gesprochen, wie über Manuel Neuer. Der Torhüter musste sich in der EM-Vorbereitung viel Kritik anhören.

Eine Torwartdebatte kann das DFB-Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann gar nicht gebrauchen. Nun hat sich ein ehemaliger deutscher Keeper deutlich zu Wort gemeldet: Holger Gehrke spricht Klartext, wer die Nummer eins bei der Europameisterschaft sein soll.

Manuel Neuer: Bleibt er die Nummer eins?

Einst war Manuel Neuer die unumstrittene Nummer eins sowohl beim FC Bayern München als auch in der deutschen Nationalmannschaft. Doch plötzlich werden Stimmen lauter, die eine Ablösung im DFB-Tor fordern. Grund dafür sind einige Unsicherheiten und Patzer, die sich der Star-Keeper in den vergangenen Monaten nach seinem Comeback leistete.


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Nun stellen sich viele Fans und Experten die Frage: Soll er weiterhin die Nummer eins bleiben? Mit Marc-Andre ter Stegen hat er einen ambitionierten Konkurrenten auf der Torhüter-Position. Geht es nach dem ehemaligen Torhüter Holger Gehrke (beim FC Schalke 04 und MSV Duisburg), sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann bei seiner Entscheidung bleiben.

„Ich würde Manuel Neuer aufstellen“, sagt Gehrke gegenüber dieser Redaktion. Dabei erinnert er sich an eine ähnliche Situation vor der EM 2016, als er Torwart-Trainer von Ungarn war. Damals stand die Torhüter-Legende Gabor Kiraly mächtig in der Kritik. „Auch da gab es große Diskussionen, auch da wurde ein Wechsel im Tor gefordert. Das Trainer-Team um Cheftrainer Bernd Stock, Andreas Möller und ich haben an Gabor festgehalten. Er hat dann eine sensationelle EM gespielt“, erklärt der 63-Jährige.

„Völlig respektlos“

Gehrke weiß aber auch, dass Manuel Neuer den einen oder anderen Fehler mehr gemacht habe: „Er muss jetzt seinen Rhythmus finden. Ich denke, dass er aufgrund seiner Erfahrung das hinkriegt und bei der EM gute Leistungen zeigen wird.“ Dass mit ter Stegen ein weiterer Keeper auf Top-Niveau im Kader steht, sei ein „Luxusproblem“ für Nagelsmann. Allerdings sei auch der Schlussmann des FC Barcelona nicht frei von Fehlern. „Bei den Spielen des DFB-Teams war das auch nicht immer ganz rund“, erinnert sich Gehrke.

Daher sollte Deutschland mit Neuer bei der EM spielen. Der heutige Torwart-Trainer, der auf Mallorca eine eigene Torwartschule für junge Keeper hat, macht Nagelsmann dabei auch eine Ansage. „Wenn so eine Entscheidung vom Bundestrainer gefallen wird, dann soll man auch dahinterstehen und unterstützend sein. Was man da teilweise in den Medien gelesen hat, ist unter aller Kanone. Das war völlig respektlos“, so der gebürtige Berliner deutlich im Gespräch mit dieser Redaktion.


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Dass auch Neuer die Kritik um seine Person mitbekommt, ist ihm klar. Deshalb hoffe er, dass der Münchener, „der für mich immer noch zu den besten Torhütern der Welt zählt, das wegsteckt. Ich bin überzeugt davon, dass er eine gute WM spielen wird.“