Immer weniger Berlinerinnen und Berliner fahren in den Sommerurlaub. Laut einer Umfrage der Berliner Sparkasse planen nur 48 Prozent eine Reise. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um zehn Prozent.
Besonders finanzielle Gründe spielen eine große Rolle: 42 Prozent der Befragten können sich eine Reise schlicht nicht leisten. Trotzdem ist auch ein Boom der Fernreisen erkennbar.
Trotz Rückgang bei Sommerreisen: Berliner wollen in die Ferne
Auch hohe Preise schrecken viele ab, wie Florian Seyfert, Volkswirt bei der Berliner Sparkasse, erklärt: „Nach einem kräftigen Zuwachs im vergangenen Jahr hat sich nun die Entwicklung der Reallöhne verlangsamt.“ Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote in Berlin auf über zehn Prozent gestiegen. Wer jedoch verreist, investiert mehr: 24 Prozent geben zwischen 3.000 und 5.000 Euro aus – fast doppelt so viele wie im Vorjahr.
Fernreisen stehen dieses Jahr stärker im Fokus. Länder wie die USA, Kanada oder Asien wollen zehn Prozent der Befragten besuchen. Doch auch Klassiker wie Italien (14 Prozent) und Spanien (13 Prozent) bleiben beliebt. Obwohl Deutschland mit 37 Prozent das häufigste Reiseziel bleibt, verliert es an Beliebtheit. Die steigende Zahl an Pauschalreisen (16 Prozent) zeigt Trendsänderungen.
Vor allem die Kultur ist im Urlaub wichtig
Individualreisen dominieren weiterhin, wobei 47 Prozent mehrere Ziele ansteuern möchten. Neben flexiblen Reisen planen knapp ein Fünftel der Berliner Städtetrips oder den Besuch von Familie und Freunden. Solche Trends zeigen, wie vielfältig die Urlaubsgewohnheiten in Berlin trotz finanzieller Engpässe bleiben.
Im Urlaub legen Berlinerinnen und Berliner Wert darauf, Land und Leute kennenzulernen – für 50 Prozent eine wichtige Aktivität. Naturausflüge (45 Prozent), kulinarische Erlebnisse (40 Prozent) und Kultur sowie Sightseeing (34 Prozent) stehen ebenfalls hoch im Kurs. Trotz steigender Kosten beweist Berlin, dass Reisen weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Lebens bleibt.
Auch interssant:
An der Umfrage der Berliner Sparkasse im Juni 2025 durch das Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsforschung Civey nahmen rund 1.400 Personen teil.
Dieser Artikel wurde teils mit maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.