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Alexanderplatz: Berlinerin von „Pickup Artists“ genervt – „Wie werde ich sie los?“

Seit Jahren sind am Berliner Alexanderplatz sogenannte „Pickup Artists“ unterwegs. Doch wie kann man sie loswerden?

© imago images / tagesspiegel

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Jeder Berliner hat diese Geschichten schon einmal gehört – und jede Berlinerin, die regelmäßig am Alexanderplatz unterwegs ist, hat es wahrscheinlich schon einmal selbst erlebt. An dem bekannten Platz im Herzen Berlins sind schon seit vielen Jahren sogenannte „Pickup Artists“ unterwegs.

Das Ziel dieser meist jungen Männer: Frauen mit Überredungstechniken und gezielter psychischer Manipulation dazu zu überreden, ihre Telefonnummer rauszurücken – oder am besten noch am gleichen Tag mit ihnen zu schlafen. Das ganze fußt nicht nur auf einer ziemlich sexistischen und frauenfeindlichen Grundeinstellung – sondern kann im Alltag auch ziemlich nervig sein, wie nun eine Frau auf der Plattform Reddit schilderte. Und sie stellte die Frage: „Wie werde ich sie los?“

„Pickup Artists“ am Alexanderplatz

Die Frau schilderte, dass sie ständig am Alexanderplatz von Männern auf die gleiche Art und Weise angesprochen werde. Diese würden erst von ihr ablassen, wenn sie sage, dass sie verheiratet sei. Sie wolle nicht unhöflich sein und lasse sich so immer wieder in Gespräche von einer Länge von zwei bis zehn Minuten verwickeln, die sie gar nicht führen wolle.

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Mehrere User waren in ihren Antworten ganz klar. „Einfach nicht antworten und weitergehen. Vermeide Augenkontakt“, schrieb etwa einer. Ein anderer: „Ignoriere sie, als würdest du sie nicht hören. Du schuldest ihnen gar nichts.“ Ein weiterer schrieb: „Hör auf, nett zu sein. ‚Nein‘ ist ein kompletter Satz.“

Wie umgehen mit „Pickup Artists“

Doch andere berichteten, dass das Ignorieren gar nicht so einfach sei. Die Männer würden sich den Frauen direkt in den Weg stellen, sie sogar an der Schulter anfassen, um sie aufzuhalten. Auch hier gab es einen Hinweis: „Sag laut ’nicht anfassen‘! Am besten mit Brandenburger Dialekt.“


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Zahlreiche User äußerten zudem ihr Unverständnis über den schon seit Jahren anhaltenden Trend der „Pickup Artists“. „Andrew Tate und alle mit ihm verbundenen Youtuber sind eine Katastrophe für die Menschheit“, meinte einer mit Bezug auf den bekannten US-amerikanischen Frauen-Hasser. Und ein anderer schrieb: „Grüße an alle ‚Pickup Artists‘, die dafür sorgen, dass man sich merkwürdig vorkommt, wenn man Frauen anspricht, um nach dem Weg zu fragen.