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Berlin: Erneut homophober Angriff – dieses Mal auf wichtiges Denkmal

In den vergangenen Wochen ist es vermehrt zu Angriffen mit homophoben Hintergründen in Berlin gekommen. So auch am vergangenen Samstag!

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin
© imago images/F. Anthea Schaap

Berlin: Unfassbar, was hinter diesen Mauern geschah

Die Meldung homophober Angriffe in Berlin mehren sich in letzter Zeit. Rund um den Christopher Street Day am 22. Juli war es in der Stadt zu zahlreichen homo-feindlichen Beleidigungen, Drohungen, Angriffen und Körperverletzungen gekommen (mehr dazu hier). Wochen zuvor war es zu einem brutalen Angriff in einer U-Bahn in Berlin gekommen. Auch hier wurde das Opfer zuerst homophob beleidigt.

Am Montag (13. August) war es im Berliner Stadtteil Charlottenburg zu einer Gewalttat mit homophobem Hintergrund gekommen und als wären all diese Meldungen nicht schon genug, gab die Polizei Berlin am Montagnachmittag den Brandanschlag auf die Räume eines Vereins lesbischer Frauen in Neukölln bekannt.

Berlin: Angriff auf Denkmal verfolgter Homosexueller

Am Montag gab ein Sprecher der Polizei gegenüber der „dpa“ zudem bekannt, dass es am vergangenen Samstag zu einer weiteren Straftat mit homophobem Hintergrund in Berlin gekommen ist. Dabei wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Tiergarten in Berlin ist von einem Unbekannten angegriffen.

Die Tat sei bereits in den frühen Morgenstunden des Samstags verübt worden. Der polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Zuvor hatte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg von einem Brandanschlag auf das Denkmal berichtet.

Versuchter Brandanschlag und abgewandelte Bibelverse

Nach Angaben der Polizei, soll der Täter zwei Zettel mit einem abgewandelten Bibelzitat, welches Homosexuelle verunglimpfe, an dem Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen angebracht haben. Außerdem habe der Täter versucht, einen brennenden Gegenstand auf das Denkmal zu werfen, scheiterte jedoch.


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Am selben Tag hatte ebenfalls der Angriff auf eine Bücherbox nahe dem Holocaust-Mahnmal „Gleis 17“ in Berlin Grunewald stattgefunden. Ob diese Taten in einem Zusammenhang stehen, sei derzeit noch unklar, so die Polizei weiter.