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Berlin: Neuer Besitzer von Lost Place bekannt – das will er aus Dreilinden machen

Wer Berlin per Auto nach Süden verlassen hat, kam auch an der ehemaligen Raststätte Dreilinden vorbei. Hier soll bald wieder Leben einziehen.

Berlin
u00a9 IMAGO/Bernd Friedel

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Wer mit dem Auto Berlin in Richtung Südwesten verlässt, kommt unweigerlich an diesem Bauwerk vorbei. In ausgewaschenem Rot steht die ehemalige Raststätte am Rande der A115. Seit mehr als 20 Jahren stand das Gebäude leer, galt vielen als Lost Place.

Doch in der vergangenen Woche verkündete der Bezirk Steglitz-Zehlendorf, dass es einen neuen Eigentümer gebe. Nun ist auch klar, wer das ikonische Gebäude an der Berliner Autobahn gekauft hat – und, was er damit vorhat.

Berlin: Lost Place wird wieder Restaurant

Wie der RBB berichtet, hat die Autohaus-Kette Gotthard König GmbH die ehemalige Raststätte gekauft. Die betreibt bislang 62 Autohäuser in Berlin, Brandenburg und fünf weiteren Bundesländern. Soll also Dreilinden auch ein Autohaus werden?

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Nein! Stattdessen soll hier wieder ein Gastronomie-Betrieb einziehen. Zudem soll ein Treffpunkt für Automobilbegeisterte entstehen. Man wolle den Standort mit Vorsicht und unter den geltenden Denkmalschutzauflagen wiederherstellen. Die fast schon ikonische Architektur soll dabei vollständig erhalten und wiederbelebt werden. Mit den zuständigen Behörden stehe man in engem Austausch.

Berlin: Das war die Raststätte Dreilinden

Die Raststätte Dreilinden hatte im Jahr 1973, in der Zeit der Deutschen Teilung, eröffnet. Am Kontroll-Checkpoint Bravo zwischen der DDR und Westberlin ging es über die Transit nach Bayern oder Niedersachsen. Das Autobahn-Restaurant hatte 24 Stunden am Tag geöffnet. Schon wenige Jahre später ging der Eigentümer pleite. Noch bis in die 2000er Jahre hatten einige Mitarbeiter der Zollamts hier ihr Büro. Seither stand das Gebäude leer.


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Die Gegend rund um die Raststätte und auch das Gebäude selbst wurden in den vergangenen Jahren immer wieder von Lost Place-Jägern aufgesucht. Wer ins Gebäude wollte, tat das aber stets illegal. Denn eigentlich war es verschlossen. Nun könnte es bald wieder ganz offiziell öffnen.