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Berlin: Fashion Week mit großer Veränderung – „Keinen Platz mehr in der modernen Modewelt“

Die Berlin Fashion Week ist ein Pflichttermin für Mode-Fans. In der Zukunft müssen sie sich jetzt auf eine große Veränderung einstellen.

© Jeroen Cavents for BFW Cavents

Von Fast-Fashion zu Fair-Fashion

Jedes Jahr werden über 5 Millionen Tonnen Kleidung in den Müll – und das allein in Deutschland. Mode geht auch Nachhaltiger: Wie, zeigt das Video.

Schon seit Jahren ist die Berlin Fashion Week ein Pflichttermin für modebegeisterte Menschen aus der ganzen Welt. Zweimal im Jahr wird die Hauptstadt dann zur Modemetropole.

Vom 1. bis 4. Juli zeigen Star-Designer und Newcomer wieder ihre neusten Kreationen. Doch jetzt kündigte die Fashion Week eine große Veränderung an, die die Modeindustrie verändern wird. Auf die müssen Mode-Fans aber noch ein wenig warten.

Berlin Fashion Week folgt Kopenhagener Vorbild: Das wird es bald nicht mehr geben

Dass die Modeindustrie nicht ganz unproblematisch ist, sollte jedem, der sich schon einmal mit der Herkunft seiner Kleidung auseinandergesetzt hat, klar sein. Aber nicht nur Menschenrechte sind bei der Herstellung von Klamotten ein großes Thema, auch die Ausbeutung von Tieren ist ein immenses Problem der Fashion-Industrie.

Die Berlin Fashion Week hat am Freitag (6. Juni) jetzt einen großen Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit und Tierwohl gemacht. Wie sie in einer Pressemitteilung bekannt gab, sollen ab Februar 2026 keine Mode aus oder mit neuen Federn, Exotenleder oder Pelz auf ihren Laufstegen zugelassen werden. Damit folgt Berlin dem dänischen Vorbild der Kopenhagener Fashion Week (CPHFW), auf der bereits seit drei Saisons die „Minimum Standards“ der von der CPHFW entwickelten Nachhaltigkeits-Anforderungen gelten.

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Neben der Fashion Week Kopenhagen und der Fashion Week Berlin haben auch andere Veranstaltungen wie die Fashion Weeks in Helsinki, Stockholm und Melbourne sowie große Modemarken wie Burberry und Chanel Exotenleder von ihren Laufstegen verbannt.

Tierschützer erleichtert, dass „tierquälerische Materialien aus der Öffentlichkeit verschwinden“

Besonders Tierschützer zeigen sich von diesem Schritt des Fashion Councils Germany begeistert. In einer Pressemitteilung stellte Björn Thun, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA klar: „Mit dem Beschluss zeigen die Verantwortlichen, dass die Ausbeutung und das Abschlachten von Alligatoren, Echsen, Pythons und Straußen keinen Platz mehr in der modernen Modewelt hat.“ Machte aber auch deutlich, dass „recyceltes Exotenleder, Federn und Pelz noch Verwendung finden dürfen.“

Die Hauptsache sei aber, dass ab 2026 keine weiteren Tiere mehr für Exotenleder, Federn und Pelz für die Berliner Modewoche sterben müssen und die tierquälerischen Materialien aus der Öffentlichkeit verschwinden.


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In ihrer Grausamkeit stehen die Industrien um Exotenleder und Federn der Pelzindustrie in nichts nach. PETA Recherchen zufolge werden Pythons auf Farmen in Asien unter qualvollen Bedingungen bei lebendigem Leib gehäutet. Das Leder wird unter anderem bei Luxusbrands wie Gucci und Yves Saint Laurent verwendet. Auch Vögel, z.B. Strauße werden unter grausamsten Bedingungen gehalten, um dann ihre Federn zu verarbeiten.