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Berlin: Geht den Krankenhäusern bald das Blut aus?

Die Situation in den Berliner Kliniken ist ernst, denn es melden sich nicht genug Leute für eine Blutspende. Im Winter ist das ein Problem.

Berlin
© imago images/Frank Sorge

Beelitz Heilstätten: So sieht der gruselige Lost Place von innen aus

Etwas außerhalb von Berlin gibt es einen schaurigen Lost Place zu entdecken. Genauer gesagt südwestlich von Potsdam im Bundesland Brandenburg. Hier, mitten im Wald, befand sich einst die größte und modernste Tuberkulose-Klinik der Welt – die Beelitzer Heilstätten. Im Jahr 1945 wurde das Krankenhaus von der Roten Armee als Militärhospital übernommen – kurz nach der Wende zogen sie ab und die Gebäude fielen mehr und mehr in sich zusammen.

Blutspenden sind für viele Menschen überlebenswichtig. Sei es nach einem Unfall mit dem Auto, zur Behandlung einer Krebserkrankung oder bei einer Operation. Und obwohl diese Situationen jeden treffen können, mangelt es den Berliner Krankenhäusern an Blutspendern.

Wie aus einem „BZ“-Bericht hervorgeht, ist die Lage in den Kliniken derzeit bedenklich. Spenden von Menschen einer Blutgruppe sind dabei besonders gefragt.

Die Lage in Berlin ist teilweise kritisch

Auf dem Spendenbarometer des Deutschen Roten Kreuzes kann man es deutlich sehen: Gerade Blut der Gruppen A negativ und B negativ ist in Berlin nur noch wenig verfügbar. Den niedrigsten Versorgungsstand hat die Blutgruppe Null negativ. Ihr Zustand wird als „kritisch“ eingestuft. Das ist die vorletzte Stufe der insgesamt fünfstufigen Skala.

Doch selbstverständlich werden auch Spenden aller anderen Blutgruppen benötigt. Zwar ist der derzeitige Bedarf noch gedeckt, doch das wird sich im Winter ändern. „Die Erkältungswelle rollt an und in dieser Zeit kommen dann erfahrungsgemäß weniger Menschen zur Blutspende“, erklärt Kerstin Schweiger, Pressesprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost im Gespräch mit der „BZ“.


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Berlin
Einem Mann wird Blut abgenommen. Credit: imago images/Seeliger

Anbieter in Berlin locken mit 20 Euro Aufwandsentschädigung

Die fehlende Spendenbereitschaft ist auch ein Problem, weil Blut „im Schnitt (…) nur sechs Wochen lang haltbar“ ist, so die „BZ“. Eine lange Vorratshaltung ist daher nicht möglich. Umso wichtiger ist es, Freiwillige zu finden, die spenden möchten. Ob man für eine Blutspende infrage kommt, kann man einfach mit dem Selbsttest der Charité checken.

In Berlin gibt es verschiedene Anbieter, bei denen man Spenden kann. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist dabei wahrscheinlich der Bekannteste, aber auch andere Organisationen bieten regelmäßig Termine an:


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Grundsätzlich ist zu beachten, dass man bei den meisten Anbietern vorher online einen Termin machen muss. Je nach Organisation können die Spender als Dankeschön Snacks und Gutscheine oder sogar eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro erhalten.