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Berlin: Nach Aufschrei um Sylt-Video – jetzt macht ein neues Video die Runde

Das rassistische Video von Sylt hat bei Social Media hohe Wellen geschlagen. Jetzt gibt es eine virale Gegenreaktion aus Berlin.

Berlin
© IMAGO/Emmanuele Contini

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Nachdem am Donnerstagabend (23. Mai) ein Video bei Social Media viral gegangen war, auf dem mehrere Sylt-Besucher zum Song „L’Amour toujours“ von Gigi D’Agostino rassistische Parolen grölten, gibt es nun eine direkte Reaktion aus Berlin.

Auf dem Video, das am Sonntag (26. Mai) von DJ P.R. bei X geteilt wurde, sieht man zahlreiche Menschen, die zum Hit von Gigi D’Agostino singen und tanzen – allerdings mit einer ganz anderen Botschaft.

Berliner feiern auf der Admiralbrücke in Kreuzberg

Das Video, das bei X seit Samstag (25. Mai) die Runde macht, zeigt die Admiralbrücke in Kreuzberg. Die tanzenden Menschen feiern zum Beat von „L’Amour toujours“ und singen: „Nazis raus! Deutschland ist multi – alle Nazis raus“. Das Original scheint zwar von einem anderen Account zu sein, die Botschaft ist aber die gleiche.

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Unter dem Post von DJ P.R. gibt es jede Menge Zuspruch. Stand Montagabend (27. Mai.) wurde es bereits 364.587 Mal angezeigt, 3.349 Mal gelikt und 533 Mal geteilt. Offensichtlich scheint es vielen Usern bei X zu gefallen. Mit seiner Botschaft steht es im krassen Widerspruch zu den rassistischen Parolen von Sylt.

Die Bands Kraftklub und KIZ haben Solidaritätskonzerte in Berlin angekündigt

Das Video von der Admiralbrücke ist nicht die einzige musikalische Reaktion auf die rechten Gesänge junger Partygäste auf Sylt. Nachdem in den letzten Tagen weitere rassistische Vorfälle in Deutschland bekannt wurden, haben nun die Bands Kraftklub und KIZ zwei Solidaritätskonzerte in Berlin angekündigt.

„Da sich überall immer mehr rechte Strukturen ausbreiten, finden wir es sehr wichtig, alternative Rückzugsräume und antifaschistische Arbeit direkt zu unterstützen“, erklärte die Band Kraftklub auf Instagram.


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Das erste Konzert von Kraftklub soll wohl am Mittwoch (29. Mai) im „SO36“ in Kreuzberg stattfinden, das zweite Konzert von KIZ dann am 17. Juni. Das eingenommene Geld wollen die Bands linken und antifaschistischen Projekten zukommen lassen. (mit dpa)