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Berliner Stadtmission braucht dringend Hilfe – „Das ist dramatisch“

Gerade in den Wintermonaten braucht die Berliner Stadtmission Hilfe aus der Bevölkerung. Doch daran mangelt es – zulasten der Obdachlosen.

Berlin
© IMAGO/Funke Foto Services

Das ist die Berliner Kältehilfe

Gerade im Winter sind Obdachlose durch die eisige Kälte besonders gefährdet. Die Berliner Kältehilfe ist für Betroffene da, um sie vor Schlimmerem zu bewahren.

Der Winter hat die Hauptstadt fest im Griff. Seit Tagen hält sich der Schnee wacker und auch die Temperaturen liegen konstant um etwa 0 Grad (Celsius). Während sich viele Berliner über den weißen Dezember freuen, bedeutet er für Wohnungslose einen Überlebenskampf.

Ohne Spenden – von Passanten oder Hilfsorganisationen – können sie sich selbst kaum über Wasser halten. Doch laut der Berliner Stadtmissionen gibt es besonders hier gerade massive Probleme. Mit einem dringenden Appell richtet sie sich jetzt an die Öffentlichkeit.

Berliner Stadtmission ist auf Hilfe angewiesen

Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, sind die Kleiderkammern der Stadtmission derzeit nahezu leer. Laut Pressesprecherin Barbara Breuer herrscht „sowohl in den Regalen der Kleiderkammer als auch in den Lagern der Kältebusse aktuell Ebbe bei Kleidung, warmen Schlafsäcken und Isomatten. Das ist dramatisch für viele Menschen, die auf der Straße leben.“

Einige Anfragen von Bedürftigen müssen deshalb bereits abgewiesen werden. So sei ein Mann in der vergangenen Woche mit dem Wunsch nach „Schuhen, einer Hose, einem Pullover und Socken sowie einer frisch gewaschenen Unterhose, einer warmen Winterjacke, einem Schlafsack und einer Isomatte“ an die Berliner Stadtmission herangetreten. Die Hälfte der für ihn lebenswichtigen Utensilien seien aber nicht mehr vorrätig gewesen. Das ist gerade in den kalten Nächten ein Desaster.


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Diese Dinge werden benötigt

Zwar gibt es in der Stadt einige Einrichtungen der Kältehilfe, in denen Obdachlose nachts einen Schlafplatz finden können, doch diese sind schon seit Ende November fast vollständig belegt. Breuer erklärt: „Bei Minusgraden ist ein Leben im Freien ohne Schlafsack und Isomatte lebensgefährlich.“

Die Berliner werden deshalb dringend dazu aufgerufen, Kleidung und andere Dinge zu spenden. Dringend benötigt werden vor allem: Thermowäsche, Socken, Schuhe, T-Shirts, Hoodies, Jogginghosen, Jeans, Winterjacken, Regenjacken, Übergangsjacken, Gürtel, warme Mützen, Handschuhe und Schals. Auch Rucksäcke, alle Arten von Taschen, Koffer und stabile Plastiktaschen helfen. Eine ausführliche Liste gibt es hier.


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Besonders wichtig ist dabei, dass die Dinge in einem guten Zustand sein müssen. Kleidung und Co., die zum Beispiel Löcher aufweisen, sind deshalb nicht für den guten Zweck geeignet.

Es gibt verschiedene Ablageorte innerhalb Berlins. Dazu zählen einmal die Kleiderkammer in der Lehrter Straße 68 in Mitte, die werktags zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet hat, und die daneben stehenden Container. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Sachspenden im Textilhafen der Berliner Stadtmission abzugeben. Dieser ist Nahe des S-Bahnhofs Landsberger Allee in der Storkower Straße 139d. Der Textilhafen hat unter der Woche von 9 bis 16 Uhr geöffnet.