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Demos in Berlin: Tausende bei Pro-Palästina-Demos und Gegenprotest – mehrere Festnahmen

Am Samstag sind wieder mehrere Demos in Berlin mit Bezug zum Nahost-Konflikt angekündigt. Auch Gegenprotest ist geplant.

© dpa/Fabian Sommer

Imam und Rabbiner zeigen sich über den Krieg in Israel bestürzt

Terroristen der islamistischen Hamas haben Israel überfallen und zahlreiche Zivilisten ermordet. Der Rabbiner Elias Dray und der Imam Ender Cetin zeigen sich im Interview mit DER WESTEN bestürzt.

Auch fast zwei Monate nach dem Terror-Angriff der Hamas auf Zivilisten in Israel und den folgenden Vergeltungsschlägen im Gaza-Streifen ist der Nahost-Konflikt noch immer auf den Straßen der deutschen Hauptstadt sichtbar. Am Samstag (2. Dezember) sind wieder einmal mehrere Demos in Berlin angemeldet.

Zu zwei Pro-Palästina-Demos werden laut Versammlungsbehörde mehrere tausend Menschen erwartet. Im Bezirk Mitte soll es einen pro-israelischen Gegenprotest geben.

Demos in Berlin mit Bezug zu Israel und Gaza

Unter dem Titel „Stoppt den Genozid in Gaza“ wollen am Nachmittag 2500 Menschen durch Mitte und Prenzlauer Berg ziehen. Wie die Polizei auf Anfrage von BERLIN LIVE mitteilte, hatten sich bis 17:30 Uhr rund 2000 Menschen versammelt.

Laut des Polizeisprechers gab es mehrere Freiheitsbeschränkungen zur Feststellung der Identitäten von Demo-Teilnehmern. Ihnen wird vorgeworfen volksverhetzende beziehungsweise antisemitische Parolen gerufen und Schilder gezeigt zu haben, die strafrechtlich relevant seien. Nach der Feststellung ihrer Daten wurden sie wieder freigelassen. Die Polizei hat jetzt die Ermittlungen übernommen.

Als die Teilnehmer der Demo auf Gegendemonstranten stießen, sollen beide Seiten laut ihren Unmut ausgedrückt haben. Dabei soll es aber keine Gesetzesverstöße gegeben haben.

Zeitgleich soll am Oranienplatz in im Ortsteil Kreuzberg eine Demonstration mit 3000 Menschen unter dem Titel „Solidarität mit Palästina“ Richtung Schlesisches Tor und Puschkinallee starten.

Ebenfalls soll es zur selben Zeit in der Brunnenstraße, an der Ecke Ramlerstraße eine Mahnwache gegen Antisemitismus geben. Diese wird auf der Plattform X (ehemals Twitter) als Gegenprotest zu den Demonstration beworben. Hinter der Mahnwache steht die Initiative „Tägliche Mahnwachen gegen Antisemitismus“.

Mahnwache als Gegenprotest

Hinter der Organisation steht der Menschenrechtsanwalt Kamil Majchrzak. Auch die „Omas gegen Rechts“ sind Unterstützer der Initiative. Die Mahnwache wird in Sicht- und Hörweite zu der Demonstration in Mitte stattfinden, schreiben die Organisatoren.


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In der vergangenen Woche hatten sich 3.200 Menschen an einem pro-palästinensischen Demo-Zug durch Kreuzberg beteiligt. Dabei kam es zwischen Forderungen nach einem Waffenstilllstand und mehr Rechten für die Menschen im Gaza-Streifen auch immer wieder zu antisemitischen Rufen.