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Ku’damm: Berliner genervt – gibt es bald neue Kontrollen?

Am Ku’damm sind jeden Tag eine ganze Menge Menschen unterwegs. Dabei kommen sie sich mitunter auch in die Quere.

Ku'damm
u00a9 IMAGO/Stefan Zeitz

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Der Kurfürstendamm zählt zu den bekanntesten Straßen Berlins. Der Ku’damm genannte Prachtboulevard im Zentrum West versammelt eine Menge Luxus-Marken und galt während der deutschen Teilung als das Schaufenster der freien Welt.

Doch die Menschen kommen nicht nur zum Shoppen her – viele bummeln auch einfach nur den breiten Trottoir entlang. Besonders an sonnigen Tagen eine beliebte Beschäftigung. Doch eines stört dabei viele Berliner zunehmen.

Wird am Ku’damm bald hart durchgegriffen?

Denn nicht nur die Gehwege sind am Ku’damm breit, auch die Fahrbahnen haben es in sich. Und darauf zeigen vor allem Liebhaber getunter Fahrzeuge, was ihr Wagen draufhat – übermäßig lauter Motoren inklusive! Im Sommer 2023 ging ein sogenannter Lärmblitzer in den Pilotbetrieb. Der soll gewährleisten, dass bestimmt Grenzwerte nicht überstiegen werden. Doch der Weg dahin ist noch weit.

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Das geht jetzt aus der Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Berliner Abgeordneten Lars Rauchfuß (SPD) hervor. „Der Senat teilt die Auffassung, dass die Lärmblitzer-Technologie künftig von Bedeutung für eine Minderung von lärmintensiven Einzelereignissen im Straßenverkehr sein kann“, heißt es darin zwar. Schnell wird es mit einer festen Installation am Ku’damm aber wohl eher nicht gehen.

Erprobung muss erst ausgewertet werden

Denn zwei Dinge stehen dem Einsatz der Geräte noch im Weg: die wissenschaftliche Auswertung der Ku’damm-Testphase und eine rechtliche Prüfung. „Derzeit werden die Ergebnisse der Erprobung ausgewertet. Dabei werden auch technische Belange des Geräte-Prototyps untersucht“, heißt es in der Stellungnahme. Bis die Ergebnisse der Technischen Universität Berlin vorliegen, heißt es also abwarten.



Und auch mit den Ergebnissen der Wissenschaftler ist offenbar noch nichts in Stein gemeißelt. „Eine Erprobung des weiterentwickelten Prototyps des Hydre-Systems ist wissenschaftlich interessant, jedoch fehlt derzeit eine rechtliche Grundlage um das Gerät über den wissenschaftlichen Ansatz hinaus einzusetzen“, erklärte die zuständige Senatsverwaltung. Wann die Lärm-Rowdys am Ku’damm zur Kasse gebeten werden können, steht also in den Sternen.