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Letzte Generation: Bei Blockade! Klima-Aktivisten setzen in Berlin Traktor ein

Die Klima-Aktivisten haben in Berlin erneut eine viel befahrene Straße blockiert. Darum fährt die Letzte Generation jetzt auf Trekker ab.

Letzte Generation
© IMAGO/Andreas Stroh

Letzte Generation: Was ihre Ziele sind und wer dahinter steckt

Das Festkleben auf Straßen, beschädigte Luxusläden oder ein beschmiertes Brandenburger Tor. Von den Aktionen der "Letzten Generation" hat sicher jeder schon einmal gehört. Doch wer sind die Leute dahinter und was sind ihre Ziele?

Die „Letzte Generation“ ist wieder da. Und dieses Mal hat sie einen Traktor mitgebracht! Am Mittwoch (10. Januar) setzten sich die klima-Aktivisten Mittwoch in Berlin-Schöneberg auf die Straße und blockierten einen der viel befahrensten Platz der Hauptstadt.

Offensichtlich haben die Aktivisten der Letzten Generation in den letzten Tagen die Bauern-Proteste verfolgt. Denn jetzt setzten sie zum ersten Mal einen Traktor ein – wenn auch nicht ganz so rabiat, wie die deutschen Landwirte.

Darum fährt die Letzte Generation jetzt ebenfalls Trekker auf

Die Letzte Generation hatte schon am Dienstag (9. Januar) durchblicken lassen, dass sie die Bauern-Demos intensiv beobachten würden. Nach dem bundesweiten Erfolg der Trekker-Blockaden sagten sie gegenüber BERLIN LIVE:

„Man kann sich durch Straßenblockaden und Demonstrationen mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen ungemein schnell und effektiv Gehör bei der Bundesregierung verschaffen“, so Josephine Schwenke von der Letzten Generation. „Richtigerweise wurden die Landwirt:innen trotzdem von der Politik respektvoll behandelt, anstatt sie als Terroristen, Verbrecher und Chaoten zu beschimpfen.“

„Stellen Sie sich vor, hier wären Traktoren“

Am Mittwoch (10. Januar) haben sie dann in Berlin erstmals einen Traktor eingesetzt. Auf dem Innsbrucker Platz in Berlin-Schöneberg blockierten sie in gewohnter Weise die Straße und hielten dabei Plakate hoch, auf denen der Hauptstadt den Spiegel vorhielten. „Stellen sie sich vor, hier wären Traktoren“ war dort zu lesen und darunter zwei handgemalte Trekker.

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Die Berliner Polizei konnte über den Humor der Letzten Generation nur bedingt lachen. Sie räumten die Klima-Aktivisten nach kurzer Zeit von der Straße. Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, hatte sogar noch ein paar Worte übrig: „Es war klar, dass die Letzte Generation sich weiter an jeden Strohhalm knabbert und sich anmaßt, hier eine Verbindung zu den bis hierhin zum überwiegenden Teil im demokratischen Rahmen ablaufenden bundesweiten Protesten der Landwirte zu ziehen. Anders als die so genannten Bauern-Proteste sind die Aktionen der Endzeit-Apologeten nicht versammlungsrechtlich angemeldet und genehmigt. So reden wir über weitere Straftaten einer Gruppierung, die für jeden erkennbar die Parameter einer kriminellen Vereinigung gemäß StGB erfüllt.“


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Allerdings wird diese Blockade mit Sicherheit nicht die letzte in der Hauptstadt gewesen sein. Unter dem Motto „Weg von fossil – hin zu gerecht!“ will die Letzte Generation am 3. Februar den Ku’Damm besetzen, Berlins bedeutendste Einkaufsmeile! Hier wollen die Aktivisten einen Klima-Flashmob veranstalten – nach dem Vorbild der Massenbesetzungen auf der Straße des 17. Juni in 2023.