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Görlitzer Park: Nach schrecklichen Vorfällen – CDU-Politiker fordert Videoüberwachung

Seit Jahren ist der Görlitzer Park für viele Menschen ein Ort der Angst. Doch wie können sich Besucher wieder sicherer fühlen?

Görlitzer Park
© imago images/Jürgen Held

Sicherheit für Berlin: Polizei, Feuerwehr und Co.

Sie sollen in Berlin für Sicherheit sorgen: Polizei, Feuerwehr und Co. Bei der Berliner Polizei sind derzeit über 27.000 Bedienstete beschäftigt. Jeden Tag gehen über den Notruf 110 in der Einsatzleitzentrale 3.700 Anrufe ein. Das sind 1,34 Millionen Anrufe im Jahr.

Die Ereignisse vom 21. Juni 2023 im Görlitzer Park haben ganz Berlin erschüttert. Mehrere Männer sollen über eine 27-Jährige hergefallen und sie vergewaltigt haben – und ihr Freund musste zusehen. Inzwischen wurde ein Tatverdächtiger gefasst, doch das war längst nicht der einzige schreckliche Vorfall in diesem Jahr.

Laut einer aktuellen Statistik kam es von Ende Januar bis Juni im Görlitzer Park bereits zu acht schweren Taten unter dem Stichwort „Vergewaltigung/sexuelle Nötigung/sexueller Übergriff“. Hinzu kamen 13 „weitere Sexualdelikte“. Das sind allein in diesem Jahr 21 Taten. Anwohner sind verängstigt und trauen sich kaum noch in den Park, doch wie kann die Sicherheit wiederhergestellt werden?

Görlitzer Park soll videoüberwacht werden

Wenn es nach CDU-Innenpolitiker Burkard Dregger geht, lautet die Lösung für den Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg Videoüberwachung. „Es wird jetzt endlich Zeit, dass wir politische neue Wege in Berlin gehen. Das hat die Koalition aus CDU und SPD auch verabredet», sagte Dregger der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben im Koalitionsvertrag festgehalten, dass an den sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten Videoaufklärung eingeführt werden darf. Der Görlitzer Park gehört dazu», so der Innenpolitikexperte der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

Die Gruppenvergewaltigung vom 21. Juni sei leider nur ein trauriges Beispiel von vielen. „Es ist ein entsetzliches Ereignis, das uns wieder vor Augen führt, dass im Görlitzer Park bereits seit Jahren Sicherheit, Recht und Ordnung nicht zur Tagesordnung gehören“, sagte Dregger. Der Politiker glaubt, dass durch Videoüberwachung zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen werden könnten.


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Neben der Aufklärung von Straftaten wie Vergewaltigungen soll der Polizei auch dazu dienen, dem Drogenhandel im Park ein Ende zu bereiten. „Es wird zu einer völligen Veränderung des Parks führen,“ meint Dregger. Und weiter: „Wir sind bereits dabei, an der gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage an die Polizei zu arbeiten. Das ist keine Petitesse, aber wir arbeiten dran. Ich glaube, die notwendigen Beratungen werden ein bisschen dauern. Man muss sehen, dass wir in Berlin seit Jahren darüber diskutieren. Und zum ersten Mal hat eine politische Mehrheit sich gebildet, die sich im Koalitionsvertrag tatsächlich dafür ausgesprochen hat.“ Bis also wirklich Videokameras im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg installiert werden, kann es noch einige Zeit dauern.