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Berliner Fußgänger: Statt Magnetbahn alle Kreuzungen sicherer machen

Wer will schon eine Schwebebahn, wenn er stattdessen sicher über Berlins Straßen kommen kann. Hier wäre das Geld besser investiert.

Berliner Fußgänger
© IMAGO / Günter Schneider / IMAGO / Sabine Gudath

Berlin: Das ist Deutschlands Hauptstadt

Berlin ist nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Bundesrepublik. Im Jahr 2022 wohnten 3,75 Millionen Menschen hier. Die Tendenz ist steigend. Zudem kamen im gleichen Jahr rund 10 Millionen Gäste für insgesamt 26,5 Millionen Übernachtungen in die Hauptstadt.

Die überwiegende Mehrheit der Berliner Fußgänger hat sich in einer aktuellen Umfrage des ADFC („Allgemeine Deutsche Automobil-Club“) über die ruppige Gangart im Straßenverkehr beschwert.

Jetzt hat sich der Verein „FUSS e.V.“ gegenüber BERLIN LIVE ebenfalls zur katastrophalen Situation der Berliner Fußgänger geäußert.

Berliner Fußgänger kritisieren unhaltbare Situation auf den Gehwegen

Auch für Dipl.-Ing. Roland Stimpel vom Fußgänger-Verein steht fest, dass die Lage in der Hauptstadt aktuell unhaltbar ist. „Gehwege sind nach wie vor stark belastet durch Fahrräder, E-Scooter und vor allem in der Innenstadt durch wuchernde Gastronomie“, sagte Stimpel zu BERLIN LIVE. Ein vermeidbares Gedränge, das angesichts der breiten Wege vermeidbar wäre.

„Probleme machen die Leihfahrzeuge (E-Scooter und Fahrräder). Anbieter und Kunden stellen sie nach dem Motto „Wir sharen uns nen Dreck“ in den Weg“, so Stimpel. „Sie müssen nicht komplett verschwinden, aber es darf nur so viele geben, wie in festen Stationen Platz finden.“ Für den Mann vom Fußgänger-Verein ist klar, dass es in Berlin zu wenig feste Abstellstation gibt. Hier würde er sich von Berlin eine deutliche Verbesserung wünschen:

„Derzeit gibt es rund 50.000 E-Scooter und Leihräder in Berlin, aber nur eigenen Raum für rund 3.000. Wenn sie am Fahrbahnrand stehen, hat das noch einen Effekt: Sie werden dann viel eher auch auf der Fahrbahn gefahren statt illegal auf dem Gehweg“, sagte Stimpel gegenüber BERLIN LIVE.

Das Geld für eine Magnetbahn könnte in Berlin effektiver verwendet werden

Neben der mangelhaften Situation auf den Gehwegen sieht „FUSS e.V“ auch bei vielen Kreuzungen dringenden Verbesserungsbedarf: „Das Überqueren von Fahrbahnen bleibt schwierig und ist manchmal gefährlich: Ecken und Übergänge sind zugeparkt, Autofahrer sind oft zu schnell und brechen die Regel, dass sie beim Abbiegen Fußgänger vorlassen müssen.“

In Anbetracht von Berlins klammen Kassen kommt der jüngst geäußerte Wunsch, eine Magnetschwebebahn für die Hauptstadt anzuschaffen, schon wie blanker Hohn. Dieses Geld wäre für die Infrastruktur der Fußgängen sicherlich besser aufgehoben:

„Für Fußgänger kann man mit viel weniger Geld viel mehr erreichen.“, sagte Roland Stimpel zu BERLIN LIVE. „Für den Preis einer kurzen Magnetbahn könnten sämtliche Berliner Straßenkreuzungen und die hinführenden Gehwege freier und sicherer werden.“


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„Der Stadtbezirk Mitte gestaltet Kreuzungen für nur 12.000 Euro um“, so Stimpel. „Die Parkplätze für Ecken werden für Zweiräder hergerichtet, die dann vom Gehweg verschwinden. Außerdem können Autofahrer und Fußgänger einander früher und besser sehen. Das bringt mehr Sicherheit für alle.“ Klingt nach einer sinnvollen Lösungen – für zahlreiche Problem im Straßenverkehr von Berlin.